13 (fast komplett) kostenlose Ideen, damit dein Business sichtbarer wird

Wenn du online Kunden finden willst, musst du erstmal selbst gefunden werden. Nur: Wie geht das? Die Erfahrung hat mich gelehrt: Der beste Weg besteht aus vielen kleinen Pfaden. Hier meine besten Tipps, damit dein Business sichtbarer wird. Alle selbst ausprobiert und für gut befunden!

13 (fast komplett) kostenlose Ideen, damit dein Business sichtbarer wird

1. Biete Gastbeiträge an

Gastbeiträge waren der Motor, der mein Business überhaupt erst zum Laufen brachte.

Ich wusste natürlich: Von allein schaut keine Sau zufällig auf wasjournalistenwollen.de vorbei. Ich hatte noch keine Facebook-Fans, wollte nicht in Anzeigen investieren (wer startet schon mit echtem Budget ins Business?) und auf Google war ich natürlich auch noch nicht auffindbar.

Deshalb habe ich Gastbeiträge angeboten, schon bevor mein Blog online ging – und hatte schnell ein paar Zusagen von Blogs in der Tasche, deren Zielgruppe für mich interessant war. Nur so konnte ich innerhalb von drei Monaten 600 Newsletter-Abonnenten gewinnen!

So gehst du vor, wenn du Gastbeiträge anbieten willst (meine wichtigsten Erkenntnisse):

  • Beschäftige dich gründlich mit dem Blog, auf dem du erscheinen willst. Nur so fallen dir Themen ein, die auch wirklich zur Zielgruppe passen.
  • Investiere viel Zeit in die Themenfindung – dein Text sollte extrem nutzwertig sein und ein echtes Problem lösen (Ich habe es z.B. mit „So funktioniert PR auch mit kleinem Geldbeutel“ auf deutsche-startups.de geschafft und durfte mit „Wie du zum Experten wirst, den Journalisten kontaktieren“ bei Sandra Holze veröffentlichen).
  • Wenn du dein Thema „pitchst“ (anbietest), dann halte dich an alle Tipps, die auch für Journalisten gelten: Leg sofort damit los, was du zu bieten hast, ohne Herumschwafelei, halte dich kurz und betone, dass das Thema für genau diese Zielgruppe relevant ist
  • Schreib deinen Text noch nicht fertig, sondern biete erst mal nur das Thema an, um zu sehen, ob es gut ankommt!
  • Gib nicht auf. Ich habe auf 10 E-Mails drei bis vier Zusagen erhalten. Das ist ein ziemlich guter Schnitt! Du musst es immer wieder probieren – auch ruhig mal beim selben Blog mit einem anderen Thema!

2. Pitche Ideen für Podcasts

Podcasts schießen gerade wie Pilze aus dem Boden. Wenn du also Lust auf ausführliche Interviews hast, dann kann das eine prima Möglichkeit sein, auf dich aufmerksam zu machen.

Denn: Ein Text wird gescannt, in Videos nur reingeschaut – aber hat man sich erst mal die Kopfhörer eingestöpselt, so hört man zu.

Frag doch einfach mal bei deinen Kunden oder deinen Newsletter-Abonnenten, ob sie Podcasts hören – und wenn ja, welche. Das gibt dir erste Ideen.

Wie aber schafft man es, zum Podcast-Gast zu werden?

  • Bereite dich gut vor, indem du dir ein paar Sendungen deines Wunsch-Podcasters anhörst: Worüber redet er? Wen interviewt er und was ist dabei Schwerpunkt?
  • Sind eher persönliche „Heldengeschichten“ das Thema, so solltest du dir überlegen, was an deiner Business-Geschichte besonders ist. Wie bist du da hingekommen, wo du jetzt bist? Was sind deine persönlichen Erfahrungen?
  • Geht es eher um Tipps und Trickst, so musst du dir ein Thema überlegen, das voller Mehrwert steckt.
  • Schreibe nun einen kurzen „Pitch“, also einen Themenvorschlag. Komm schnell zum Punkt und präsentiere ein interessantes Thema, bei dem der Podcaster merkt: Du passt optimal in seine Sendung.

Damit du ein gutes Podcast-Interview geben kannst, solltest du über ein anständiges Mikrofon verfügen. Optimal sind USB-Mikros wie z.B. das Blue Yeti (plus Plopp-Schutz, damit Buchstaben wie „P“ oder „T“ nicht zu einem deutlichen „Plopp“ führen) oder das Rode NTUSB (wird mit Plopp-Schutz geliefert).

Für das Interview brauchst du dann nur noch eine gute Internetverbindung und einen Skype-Account.

3. Schreib unfassbar nützliche Blogposts

Mit nichts machst du dich beliebter als mit in die Tiefe gehenden Blogposts. Etwa

Du zeigst damit nicht nur, dass du dich richtig gut auskennst und baust so Vertrauen auf – du tust auch viel für deine Auffindbarkeit in Google! Denn die Suchmaschine mag Texte mit mindestens 1000 Wörtern und „belohnt“ es, wenn man sich ausführlich einem fokussierten Thema widmet.

Außerdem „bemerkt“ Google es, wenn jemand auf deiner Seite landet und lange darauf verweilt. Sofortiges Wieder-Abspringen wird mit schlechterem Ranking abgestraft. Deshalb tust du dir Gutes, wenn dein Blogpost von Anfang bis Ende voller nützlicher Tipps ist, die dem Leser wirklich weiterhelfen.

Als Beispiel: Mein Blogpost „So schreibt man eine richtig gute Pressemitteilung“ rankt mittlerweile in Google auf Seite 1 – obwohl ich beim Schreiben des Posts null Ahnung von SEO hatte! Er ist einfach nur sehr nützlich, ausführlich, übersichtlich und hat dadurch eine geringe Absprungrate.

So einfach kann SEO manchmal sein.

4. Überleg dir einen „Freebie“

Seit dem Start von wasjournalistenwollen.de habe ich neun so genannte „Freebies“ (oder auch: "Leadmagneten") entwickelt und in Umlauf gebracht. Freebies sind kostenlose Downloads: Ein Interessent gibt seine E-Mail-Adresse her (und landet damit auf meiner Newsletter-Liste) und erhält im Gegenzug etwas, das ihm weiterhilft.

Freebies sind in der Regel entweder besonders übersichtlich und schnell konsumierbar oder gehen in einem fokussierten Thema sehr in die Tiefe (z.B. als Ergänzung und Erweiterung zu einem Blogpost).

Das kann etwa sein:

  • eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
  • eine Checkliste
  • eine übersichtliche Infografik
  • eine Auflistung
  • ein Arbeitsblatt
  • ein E-Mail-Kurs
  • ein Video

Über meine Freebies baue ich kontinuierlich meine E-Mail-Liste aus. Ich biete sie in meinen Blogposts an, in Gastbeiträgen, bei Podcast-Interviews und auf Facebook oder Pinterest. 

So poste ich nicht nur einfach „Hallo, hier bin ich – und mein Angebot ist großartig“, sondern ich sage: „Hey, hier hab’ ich was für dich, das dir weiterhilft!“

Erst hilfreich sein, dann verkaufen – das ist die Devise.

5. Starte eine Facebook-Gruppe

Als mir meine Coach Katrin sagte, ich solle unbedingt eine Facebook-Gruppe aufmachen, dachte ich genervt: „Oh nöööö, noch mehr Arbeit, noch eine Baustelle?“

Und ich dachte auch: „Wenn ich eine Gruppe habe, wo mich jeder alles fragen kann – dann gibt’s doch gar keinen Grund mehr, was bei mir zu kaufen!“

Hier eine kleine Auflistung, warum sich das Gegenteil als der Fall herausstellte:

  • In meiner Gruppe „Pressearbeit selbermachen“ sieht jeder, was ich kann. So entsteht Vertrauen. Und erst durch Vertrauen entsteht auch Kaufbereitschaft.
  • Weil ich viel Nutzwert liefere, kann ich mir ab und zu auch leisten, auf meine Produkte aufmerksam zu machen. Und da Gruppenbeiträge von Facebook bevorzugt werden, werden diese Werbe-Posts mehr Leuten angezeigt, als das, was ich auf meiner normalen Facebook-Seite poste.
  • Ich baue – soweit das online überhaupt möglich ist – eine gewisse Nähe zu meinen „Fans“ auf, weil ich mit ihnen ins Gespräch komme (und dabei auch mal was Persönliches von mir preisgebe).
  • Ich lerne von dem, was die anderen posten: Wo liegen ihre größten Probleme? Wie kann ich ihnen helfen? So kann ich meine Freebies, Webinare und auch meine Bezahl-Produkte besser auf sie zuschneiden.
  • Die Gruppenmitglieder motivieren einander und bekommen so überhaupt erst Lust auf und Mut zu PR.
  • Facebook zeigt interessante Gruppen in der Seitenleiste der Nutzer an. So werden Menschen aus meiner Zielgruppe erst auf „Pressearbeit selbermachen“ und schließlich auf mich aufmerksam.

Klar: Mittlerweile gibt es haufenweise Gruppen – und in manchen ist kaum was los. Es gilt also nicht: Einfach nur ’ne Gruppe aufmachen und schon geht die Post ab! Anfangs braucht es viel Input von deiner Seite, damit überhaupt irgendwas passiert – etwa, indem du Diskussionen anstößt oder den Leuten die Möglichkeit gibst, ihr Business zu zeigen.

Ich halte beispielsweise regelmäßig einen „Meinungs-Mittwoch“ ab (dann kann man sich von anderen Feedback holen) oder frage am „Super-Sonntag“, warum meine Follower in dieser Woche einfach super waren.

6. Biete dich Journalisten als Experte an

Iiiiich? Ein Experte??

Das war doch jetzt bestimmt deine Reaktion, stimmt’s?

Meine Antwort: Ja, du. Ein Experte.

Denn natürlich gibt es ein Thema, in dem du dich so richtig gut auskennst.

Etwa darin, wie man seinen Hund zum Sitzmachen bringt (auch wenn man nur wenig Zeit hat).

Oder wie man als Frau in der IT Karriere macht (ohne sich wie ein Mann aufführen zu müssen).

Oder wie man die richtigen Schuhe fürs Business-Outfit findet (die schick aussehen, aber von denen man keine müden Füße bekommt).

Solche spezifischen Themen kommen bei Journalisten gut an. Denn sie können ja gar nicht alles wissen, sie MÜSSEN Experten befragen!

Schau am besten, welche typischen Probleme du für deine Kunden löst – und schneidere dann daraus ein nutzwertiges Thema. Dann bietest du dich damit Journalisten für ein Interview oder einen Gastbeitrag an – und NICHT eine Pressemitteilung über dein „revolutionäres“ Produkt oder deine „neuartige“ Coaching-Methode!

Falls du dabei noch Hilfe brauchst: Hier geht’s zu meinem Crash-Kurs, in dem ich dir zeige, wie du es in 6 Schritten in die Presse schaffst.

7. Erzähl Journalisten deine Geschichte

Du weißt ja mittlerweile: Journalisten mögen keine Pressemitteilungen. Aber sie mögen die Geschichten von Menschen.

Das liegt daran, dass auch ihre Leser lieber etwas über Menschen erfahren, als Abhandlungen über ein Produkt lesen wollen (geht dir doch auch so, oder?).

Überleg dir deshalb: Was ist deine Heldengeschichte? Wie bist du auf die Idee für dein Business gekommen – und welche Hürden hast du überwinden müssen, um da zu sein, wo du jetzt bist?

Eine solche Heldengeschichte zieht viel mehr, als wenn du über dein Business sprichst.

Und ja, du darfst dabei „blank“ ziehen. Du darfst über Schwächen sprechen und über Krisen.

Ich zum Beispiel betreibe dieses Business auch deshalb, weil nach meinem Umzug in die Schweiz und zwei Elternzeit-Jahren die journalistischen Aufträge spürbar abnahmen. Ich, eine erfolgsverwöhnte und sehr zufriedene freie Journalistin, war einfach vom Radar der Redakteure verschwunden – und konnte von der Schweiz aus auch nicht mehr die gleichen Jobs übernehmen, die ich ihn Hamburg gemacht hatte. Ein paar Monate lang war ich ziemlich rat- und auch ein bisschen hilflos.

Macht es Spaß, das zuzugeben?

Nein.

Aber ich kann es als Geschichte erzählen, die viel spannender und menschlicher wirkt, als wenn ich behaupten würde, dass meine Business-Idee im Schlaf kam und ich als super erfolgreiche Journalistin mich einfach noch ein bisschen mehr verwirklichen wollte.

Die Wahrheit ist: Ich war in einer beruflichen Krise – und habe mit wasjournalistenwollen.de den bestmöglichen Weg da herausgefunden, den man sich vorstellen kann.

Das ist eine Erfolgs-Geschichte mit Umwegen. Was ist deine? Erzähl sie!

8. Geh live auf Facebook

Einfach nur auf der Facebook-Seite was posten, das zieht leider nicht mehr: Die Reichweite für einen stinknormalen Post mit Verlinkung auf meinen Blog liegen bei gerade mal 100 bis 400 erreichten Menschen (bei derzeit fast 1600 Fans).

Gehe ich dagegen live – Hallelujah, das schlägt ein!

Mein letztes Facebook Live hatte eine Reichweite von über 2000.

Warum?

Weil Facebook Live-Schaltungen automatisch mehr Menschen im Newsfeed anzeigt, sie also „belohnt“.

Was du beim Live-Gehen beachten solltest:

  • Wähle ein nutzwertiges Thema. Einfach nur „Hallo, da bin ich“ wird kaum jemanden interessieren. Dagegen wird „Drei Tipps, wie du Schnupfen vorbeugen kannst“ jetzt im Herbst vermutlich ganz gut ankommen.
  • Beziehe dein Publikum mit ein. Selbst, wenn anfangs nur fünf Hanseln zuschauen (geht auch den Großen manchmal so!): Stell Fragen, sag Einzelnen Hallo und bitte um Meinungen! Je mehr auf deine Live-Schaltung reagiert wird, desto mehr Reichweite bekommt später das Video.
  • Wenn du erst mal üben willst: Klicke auf „Nur ich“, wenn gefragt wird, mit wem du die Aufnahme teilen willst. Dann sieht es erst mal niemand und wird nur dir in der Timeline angezeigt. Du kannst es bei Bedarf später immer noch mit aller Welt teilen.

9. Investiere in Facebook Ads

Ganz ehrlich: Ich habe Facebook Ads noch immer nicht richtig durchschaut. Manchmal zahle ich nur 50 Cent für einen „Lead“ (dass sich jemand über einen Download für meinen Newsletter anmeldet), manchmal sind es 3 Euro.

Trotzdem finde ich das Ergebnis überzeugend: Im letzten Jahr hatte ich 1800 Conversions. Das heißt: 1800 neue Abonnenten für meine Liste.

Nicht alle sind geblieben, es melden sich regelmäßig Leute ab (was auch völlig ok ist).

Aber viele sind meine Kunden geworden. 5% meiner Umsätze sind in den vergangenen 12 Monaten an Facebook gegangen – aber diese Umsätze wären ohne die Anzeigen gar nicht erst möglich gewesen.

Ein paar Ideen, was du bewerben kannst:

  • Freebies (etwa eine Checkliste oder ein E-Book)
  • Blogposts (um die Leute überhaupt erst mal auf dich aufmerksam zu machen – wenn du einen Facebook-Pixel setzt, kannst du ihnen später gezielt Werbung für ein Event oder ein Produkt anzeigen lassen)
  • Veranstaltungen (etwa ein Webinar oder eine Challenge)
  • Produkte (z.B. einen Kurs oder Online-Shop)
  • Facebook Live (indem du beispielsweise nur die Zielgruppe „Fans meiner Seite“ auswählst und so sichergehst, dass möglichst viele deiner Fans deinen Post auch wirklich angezeigt bekommen)

Du siehst: Es geht nicht nur darum, direkt für ein Produkt zu werben, sondern dich auch generell sichtbarer zu machen. Ein Facebook Live oder ein Blogpost, das bei deinen Leuten gut angekommen ist, kann so noch mehr Effekte erzielen.

Tipp: Ich nutze für Facebook Ads das Tool „Adespresso“, das mir die Arbeit ungemein erleichtert und verkürzt. Warum ich es empfehle, steht hier.

10. Überarbeite deine Webseite

Vielleicht hast du all meine Tipps schon befolgt – und bist trotzdem nicht mit deiner Sichtbarkeit zufrieden.

Warum?

Möglicherweise deshalb, weil sich die Webseitenbesucher bei dir nicht richtig aufgehoben fühlen. Weil sie nach ein, zwei Minuten einfach noch nicht verstanden haben, was du machst. Oder weil sie nicht wissen, warum du jetzt eigentlich so besonders bist.

Deshalb solltest du dir deine Startseite noch einmal ganz genau anschauen. Es geht nicht darum, möglichst viel draufzuschreiben – sondern möglichst viel in möglichst wenig Worten zu sagen!

Eine gute Startseite sollte in aller Kürze vermitteln,

  • was du bietest (dein Elevator Pitch!)
  • wer du bist
  • wie du dem Besucher helfen kannst

Je mehr sich ein Besucher deiner Seite hier erkannt fühlt („Genau das ist meine Situation, genau das brauche ich!“), desto besser.

Deshalb solltest du exakt wissen, wen du eigentlich ansprechen willst – und was dessen größten Probleme sind.

Eine gute Webseite ist harte Denkarbeit!

11. Sei hilfreich und knüpfe Bekanntschaften

Ich möchte dir jetzt von Lisa erzählen. Lisa hat Anfang des Jahres beschlossen, sich als Virtuelle Assistentin selbstständig zu machen.

Um an Kunden zu kommen, wurde sie auf Facebook aktiv.

Aber nicht, indem sie wie wild auf ihrer Seite postete oder in irgendwelchen Gruppen ihr Angebot anpries – nein, sie hat es viel schlauer angefangen: Sie war einfach nur hilfreich.

Als ich im Januar in der Gruppe „Mompreneurs“ postete, ich sei auf der Suche nach einer Virtuellen Assistentin, ob wohl jemand eine Empfehlung aussprechen könne, da antwortete mir Lisa Folgendes:

 
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Ich fand das unaufdringlich und hilfreich – und habe mir Lisas Webseite angeschaut. Weil die so aufgeräumt aussah, sie genau das im Angebot hat, was ich brauche und ich Lisa auf dem Foto sympathisch fand, habe ich ihr einen Probeauftrag gegeben.

Und jetzt ist Lisa bei so gut wie jedem Schritt als meine feste Virtuelle Assistentin an meiner Seite.

Sie hat dafür gesorgt, dass ich sie sehe – ohne sich marktschreierisch zu verkaufen.

Und auch ich bin äußerst gut damit gefahren, (erst mal) einfach nur hilfreich zu sein. Denn mittlerweile werde ich von mehreren "Großen" der Online-Marketing-Branche empfohlen. Zum Beispiel, weil ich ihnen einen Gastbeitrag angeboten habe und der ihnen gefallen hat. Oder weil ich ihren Fans live auf Facebook bereitwillig meine besten Tipps geliefert habe.

Ich habe etwas für sie getan, sie so von mir überzeugt – und jetzt braucht es nur noch eine E-Mail, wenn ich mal wieder ein Webinar bewerbe: "Könntest du deine Crowd darauf aufmerksam machen?"

Eine Dame, die ich besonders schätze, hat mich sogar in ihre private Mastermind-Gruppe geholt. Sowas geht nur, wenn man nach und nach Beziehungen aufbaut, einander sympathisch findet, mal eben weiterhilft, wenn es not tut – und nicht sofort auf eine Gegenleistung pocht.

12. Sei gut in dem, was du tust

Zurück zu Lisa – denn ihre geht noch weiter: Sie ist einfach saugut in ihrem Job.

Und weil mir so sehr gefällt, wie sie meine Probleme löst, sämtliche Aufgaben pünktlich und freundlich erledigt, mir sogar Vorschläge macht, wie man Prozesse verbessern könnte, mir HTML-Code schreibt, von dem ich keine Ahnung habe, weil sie so wahnsinnig angenehm in der Zusammenarbeit ist, tue ich eines am laufenden Bande: Ich empfehle sie.

Yes, my friend, so einfach ist das: Mach deine Sache gut, richtig gut, übererfülle – und du wirst die Früchte ernten.

Lisa hat durch mich mittlerweile drei neue Klientinnen gewonnen, zwei weitere sind höchst interessiert daran, sie demnächst zu engagieren.

Lisa braucht keine aggressive Verkaufsstrategie mehr. Zufriedene Kunden verkaufen für sie.

13. Bilde dich weiter

Wir sind jetzt am Ende der Wundertüte kostenloser Einfälle angekommen. Was ich dir nun ans Herz legen werde, dafür wird ein Griff ins Portmonee notwendig.

Klar, es gibt genug kostenlose Webinare, E-Books und tolle Blogposts. Ich hab’ die alle konsumiert, am Anfang, als mein Budget noch knapp war.

Aber irgendwann reicht das nicht mehr. Irgendwann können die dir nix Neues mehr beibringen.

Sichtbarer wirst du nur, wenn du dir (auch) Hilfe holst.

Deshalb habe mein Geld sofort wieder ausgegeben, als es anfing, reinzukommen.

Nicht nur für Assistentinnen und meine Grafikerin, damit ich produktiver sein kann. Sondern ich habe auch in mein Wissen investiert. In Coaching. In Austausch mit anderen. (Demnächst fliege ich nach San Diego auf eine Konferenz, die mich 1000 Dollar gekostet hat! Bääääm!)

Und jedes Coaching hat mich eines gelehrt: Ich zahle nicht nur dafür, dass ich Neues lerne. Sondern auch, dass ich mir wirklich die Zeit nehme, etwas anzugehen. Es von der „Mach ich irgendwann mal“-Liste zu streichen.

Also: Was ist DEIN nächstes Weiterbildungs-Projekt?

 
Marike Frick - WasJournalistenWollen