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Dein Business ist noch nicht bekannt genug? Das ist der Grund.

 

Du hast eine große Idee, ein tolles Business, du willst die Welt ein bisschen verbessern – aber leider wissen noch zu wenige davon. Und du fragst dich: Was soll ich denn noch alles tun?! Die Antwort: Eher weniger – aber dafür richtig. Hier 6 typische Fehler, die dich davon abhalten, bekannter zu werden.

Du bist noch nicht bekannt genug?


1. Fehler: Du gibst zu schnell auf

Sie haben gesagt: Schreib Blogposts – und du hast es gemacht.

Sie haben gesagt: Schick wöchentliche Newsletter raus – und du hast es gemacht.

Sie haben gesagt: Stell Fragen in deinen Facebook-Posts. Und du hast es gemacht.

Leider hat niemand geantwortet, nur wenige erhalten deinen Newsletter (und öffnen ihn auch), kaum jemand schaut auf deinem Blog vorbei.

Jetzt bist du frustriert. Denn haben dir nicht alle versprochen, die Kunden würden von ganz alleine kommen?

Das Problem ist: Wenn du Kunden willst, musst du erst mal gesehen werden. Du musst dir Popularität erarbeiten. Und dafür braucht es einen echt langen Atem.

Ehe dein Blog regelmäßig besucht wird, braucht es Monate, in denen du ständig veröffentlichst – und du musst sehr viel dafür tun, dass deine Posts auch gesehen werden (dazu mehr in Punkt 4).

Ehe deine Newsletter-Empfänger zu Fans werden, musst du ihnen wochenlang richtig guten Nutzwert bieten und eine Beziehung zu ihnen aufbauen.

Ehe dir die Leute unter deinem Facebook-Post auch tatsächlich antworten, brauchst du eine Community, die deine Posts a) wirklich sieht und b) Lust hat, mit dir in Kontakt zu treten.

Wenn du also alles „mal so ein bisschen“ ausprobierst, aber schnell wieder frustriert aufgibst, dann kann ich dir versprechen: So wird das nix. Statt immer wieder Neues anzufangen, solltest du einige wenige Dinge RICHTIG angehen, sie optimieren, polieren und glänzen lassen.

Was ich dir raten würde:

  • Arbeite am Nutzwert deiner Blogposts. Lösen sie tatsächliche Probleme potentieller Kunden? Sind sie so ausführlich, dass Leser nur noch „Wow, wie wertvoll!“ denken können und sich eine Notiz nach der nächsten machen? Ziehen die Überschriften? Bringst du Beispiele, die alles anschaulicher machen?
     
  • Das Gleiche gilt für deine Newsletter: Orientieren die sich schon an den Problemen, Hürden und Fragen deiner Kunden? Klingen sie schon nach DIR, so dass du dich aus der Masse der Newsletter abhebst und die Empfänger GERNE deine E-Mails öffnen?
     
  • Schreib Gastbeiträge bei anderen, lass dich zu Facebook Lives oder in Podcasts  einladen – und verweise dabei immer wieder auf deinen Blog. Wenn du bekannter werden willst, musst du rausgehen, immer und immer wieder.


Wenn du nicht genau weißt, wo du Gastbeiträge und Interviews anbieten könntest, dann hol dir hier meine kostenlose Liste mit 122 Blogs, Podcasts und Facebook-Live-Shows, die da draußen auf dich warten:
 

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122 BLOGS, PODCASTS UND LIVE-SHOWS...

...die an Gastbeiträgen oder Interviews interessiert sind – kostenlos für dich aufgelistet.


2. Fehler: Dein Nutzen wird nicht deutlich

Wenn du prominent in Google ranken willst (und das solltest du, du willst ja genau dann gefunden werden, wenn potentielle Kunden eine Lösung suchen), dann musst du enormen Nutzen bieten.

Nehmen wir etwa mal an, du schreibst auf deinem Blog über Hunde, weil du Hundetrainerin bist. Bislang geht es in deinen Blogposts mal darum, wie es so ist, mit Hund zu verreisen, mal schreibst du, warum du besser drauf bist, seitdem du jeden Morgen eine Stunde lang mit deinem Hund spazieren gehst (statt nur mal kurz eine Gassi-Runde zu drehen).

Das Problem: Was haben die Leute davon, wenn du immer nur von dir schreibst? Menschen, die dich persönlich kennen und mögen, für die ist das ok. Alle anderen aber brauchen einen Anreiz, bei dir vorbei zu schauen. Die lesen nicht aus Höflichkeit bis zum Schluss.

Sie bleiben nur hängen, wenn du ihnen etwas gibst, wonach sie SUCHEN. Wenn du ihnen eine Lösung für ein Problem bietest.

Als Hundetrainerin könntest du im Blog darüber schreiben, wie man es schafft, dass der Hund nicht mehr so an der Leine zieht beim Spazierengehen. Oder wie man einen Welpen stubenrein bekommt.

Nach sowas googeln die Leute!

Noch ein Beispiel: Wenn du Reise-Versicherungen für Instrumente verkaufen willst, sollte in deinem Blog nicht unbedingt stehen, was die Vorteile dieser Versicherungen sind. Sondern du solltest Fragen wie diese beantworten: Darf ich mein Instrument im Flugzeug mit in die Kabine nehmen? Wie reagiert Violinen-Holz auf den plötzlichen Wechsel in ein tropisches Land? Wie finde ich im Ausland einen Instrumente-Reparaturservice?

Das alles sind Fragen, die sich potentielle Kunden stellen, bevor sie überhaupt wissen, dass man sein Instrument speziell für eine Reise versichern kann. Beantworte sie auf deinem Blog – und sie werden dich finden. Und damit auch deine Versicherungen.

Was ich dir raten würde:

Einen Blog zu betreiben, das heißt nicht nur „schön schreiben können“. Du musst zunächst

  • genau die Themen finden, die deine potentiellen Kunden bewegen
  • Überschriften formulieren, die zum Klicken anregen
  • Überlegen, welchen ganz konkreten Nutzwert du liefern kannst, der wirklich weiterhilft (und dafür sorgt, dass du in Google auf den vorderen Plätzen rankst)

Dann solltest du daraus hochgradig nützliche Blogposts stricken, die übersichtlich und verständlich geschrieben sind. Dasselbe gilt für deine Gastbeiträge!

 

3. Fehler: Du schmiedest 1000 Pläne – und setzt keinen um

Hast du dich überinformiert? Willst du am liebsten ALLES gleichzeitig machen – Blog, Freebies, Newsletter, Podcast, Videos, Live-Shows, Facebook-Gruppe, Pressearbeit, Webinare, Twitter, XING, Instagram, Pinterest…?

Ist diese Liste mittlerweile so lang, dass sie dich komplett lähmt?

Dann hast du dir zu viel vorgenommen. Mach lieber erst mal nur drei oder vier Sachen – aber mach sie richtig!

Wenn du noch ganz am Anfang stehst, noch keinen eigenen Blog und keine Freebies hast, dann rate ich dir, sofort mit dem Lesen aufzuhören. Denn wenn deine Basics noch nicht stehen, bringt es nichts, all das ausprobieren zu wollen, von dem ich in diesem Blogpost spreche.


Für den Neu-Einstieg (wenn du online Kunden finden willst) empfehle ich dir Folgendes:

  • Regelmäßige Blogposts auf deiner Seite
  • Einen regelmäßigen Newsletter
  • Einen richtig guten Freebie
  • Eine eigene Facebook-Seite
  • Ab und zu Gastbeiträge oder Podcast-Interviews

Das allein wird dich schon genug auf Trab halten.

Um das aufzubauen, würde ich dir unbedingt ein Einsteiger-Programm wie den „Überflieger“ von Sandra Holze ans Herz legen.

Jemand, der mit dir die ersten Schritte geht und alles genau erklärt – das ist Gold wert, wenn du vor lauter Bäumen den Wald nicht siehst. (Und nein, ich bekomme keine Provision, wenn ich das sage :-D)

Wenn die Basics bei dir schon stehen, dann lies weiter J

Aber konzentriere dich unbedingt und setze Prioritäten! Wer alles auf einmal ausprobiert, verzettelt sich – und macht nichts richtig.

Was ich dir raten würde:

Folge nicht jeder neuen Mode – sonst kommst du zu nix. Mach ein paar Sachen richtig gut, investiere deine Zeit sinnvoll.

 

4. Fehler: Du hast keine klare Botschaft

Wenn ich mal an die Leute in meiner Online-Blase denke, die ich für wirklich populär halte, dann ist eines klar wie Kloßbrühe: Diese Leute sagen, was sie denken.

Online-Marketing-Coach Sandra Holze etwa macht klare Ansagen darüber, dass man nicht jedem neuen Hype blind folgen sollte („Nein, Facebook-Gruppen sind NICHT die neue Wunderwaffe, die absolut jeder braucht!“)

Facebook-Expertin Katrin Hill sagt immer wieder, dass man sich lieber auf eine Social Media Plattform so richtig stürzen sollte, als überall mitzumischen.

Motivations- und Marketing-Koryphäe Karin Wess hat unglaublich viel Spaß daran, bei vielen neuen Moden oder verbreiteten Überzeugungen laut „Bullshit!“ zu rufen.

Flirt-Coach Nina Deißler schreibt auch mal so provokante Blogposts wie „11 todsichere Tipps, wie du garantiert Single bleibst“.

Und Stilberaterin Katharina Maier lässt keine Gelegenheit, um zu sagen: „Ich pfeif‘ auf Modetrends!“

All diese Damen haben keine Angst, ihre Meinung zu sagen. Sie sagen diese sogar besonders gern, wenn sie damit gegen den Strom schwimmen.

Wenn alle anderen brav der Herde folgen.

Und das bringt ihnen nicht nur Aufmerksamkeit: Posts mit einer starken Aussage werden auch viel eher geteilt und kommentiert.

Wenn du also noch Angst hast, zu polarisieren – vielleicht auch deshalb, weil du denkst, dann viele zu verprellen: Brauchst du die Leute denn, die sich möglicherweise von dir abwenden könnten? Hätten die irgendwas bei dir gekauft?

Auf der Social-Media-Konferenz in San Diego, die ich kürzlich besucht habe, hielt einer der Vortragenden ein flammendes Plädoyer dafür, nicht so sehr auf Zahlen zu schielen: Und wenn sich nun 20 abmelden – na und? Und wenn nun 50 mit dem Kopf schütteln – so what?

Bei den anderen 200 oder 500 oder 1000 hast du dafür wahrscheinlich ins Schwarze getroffen: „Endlich sagt’s mal jemand, juchhu!“

So entstehen echte Fans, die treu zu dir halten.

Auf die anderen kannst du getrost verzichten. Die sollen dahin, wo ihnen Honig ums Maul geschmiert wird.

Was ich dir raten würde:

Sag deine Meinung, wenn du eine hast. Weiche sie nicht auf, verzichte auf „einerseits/anderseits“. Hau öffentlich auf den Tisch bei Themen, über die du dich so richtig aufregen kannst. Räum mit weit verbreiteten Mythen auf. Begründe all das gut, stimmig und mit Überzeugung. Du wirst mit mehr Kommentaren, mehr Shares und mehr Followern belohnt.

 

5.  Du zeigst dich noch nicht genug

An dieser Stelle möchte ich dir von Judith erzählen. Judith hat ein sehr spezielles Business: Sie hilft deutschen Unternehmen, die von einem amerikanischen Konzern übernommen wurden – und die nun plötzlich amerikanischen Gesetzen und Regelungen folgen müssen.

Auch Judith hörte: Wenn sie online Kunden finden will, muss sie „da raus“. Sie muss sich zeigen – auch auf Facebook, live. Leider ist sie niemand, der gern vor eine Kamera tritt. Sie beschreibt das mit den nüchternen Worten: „Das ist außerhalb meiner Komfortzone.“

Da hätte sie jetzt stehenbleiben und sagen können: Liegt mir nicht, mach ich nicht. Wahrscheinlich war es ihre Gewissenheit – sie will immer alles 100% und richtig gut machen – die sie dann an den Punkt gebracht hat, es einfach mal zu versuchen.

Sie beschloss, einmal die Woche auf ihrer Facebook-Seite live zu gehen. Unangekündigt. So war sie erst mal komplett allein während des Live-Streams – was ihr aber absolut in den Kram passte.

In der ersten Live-Show war sie noch recht steif. Doch dann ging sie Woche für Woche immer wieder „on air“ – und wurde zusehends lockerer.

Mittlerweile ist die wöchentliche Live-Show für sie zur Routine geworden. Es macht ihr sogar Spaß!

Merke: „Man kann seine Ängste nur besiegen, indem man sich ihnen stellt“. Dieses Mantra stimmt tatsächlich.

Und die Rechnung ist einfach: Wenn du dich nicht zeigst, kannst du auch nicht gefunden werden. Insofern ist es eine Grundsatz-Entscheidung: Willst du nun deine Idee groß rausbringen, dein Business bekannter machen – ja oder nein?

Da du bis hierhin gelesen hast, nehme ich an, die Antwort lautet „ja“.

Von daher: Stell dich deinen Ängsten, versaue dein erstes Facebook live, versaue auch das zweite, aber schon ein bisschen weniger – und mach so lange weiter, bis es einfach von selber läuft!

Und rede dir bitte nicht ein, das mache man doch nicht, sich so in den Mittelpunkt zu stellen…

Du musst ja nicht gleich zur Rampensau werden. Es gibt ganz bestimmt eine Nuance an Sichtbarkeit, mit der du dich nach und nach anfreunden kannst!

Ach, und übrigens: Zum sich-Zeigen gehört natürlich nicht nur live Video, sondern auch der Mut zu schönen, prominent platzierten Fotos auf der Webseite. Wenn du willst, dass potentielle Kunden eine Verbindung zu dir aufbaue, müssen sie dich sehen können – und sympathisch finden!

Was ich dir raten würde:

Wenn es etwas gibt, das dich bekannter machen würde, du aber noch gehemmt bist: Frag dich, was schlimmstenfalls passieren könnte. Ein misslungenes Facebook live etwa, bei dem niemand zugeschaut hat, kann man wieder löschen. Und einen größeren Blog mit dem Vorschlag für einen Gastbeitrag anzuschreiben, kann dir höchstens ein Nein einbringen.

Hier habe ich ausführlich darüber geschrieben, wie du mit solcher Angst vor Ablehnung umgehen kannst.

Und solltest du noch keine Fotos haben, auf die du stolz bist, engagier eine Stylistin und eine gute Fotografin. (Mein erstes Shooting hatte ich noch ohne Styling und war hinterher unzufrieden. Beim zweiten Mal mit Styling hatte ich anschließend eine Menge Fotos, die ich gern vorgezeigt habe.)

Toller Nebeneffekt: Nach einem Foto-Shooting, das dir wunderschöne Bilder liefert, fühlst du dich automatisch besser – und eher bereit, dich auch wirklich zu zeigen.

 

6. Fehler: Du rödelst allein in deiner Blase vor dich hin

Erwarte keine Wunder, wenn du einfach nur deinen Blog, Newsletter und deine Facebook-Seite oder deinen Youtube-Kanal vor dich hin betreibst. Du musst aktiv werden, damit fremdes Publikum auf dich aufmerksam wird!

Ich habe zum Beispiel gleich zu Beginn des Starts von wasjournalistenwollen.de mehrere Gastbeiträge auf großen Blogs veröffentlicht. Das hat mir sofort Traffic gebracht.

Auf diese Blogs bin ich gekommen, weil ich mich gefragt habe: Wo treiben sich potentielle Kunden rum? Was lesen oder konsumieren die? So bin ich auf ein Online-Magazin für Startups und einen Blog für E-Commerce gekommen (ich dachte anfangs, ich würde mich vor allem an Gründer richten – dabei sind mittlerweile vor allem Trainer und Berater meine Klientel).

Später habe ich die Betreiber populärer Marketing-Blogs angesprochen, die eine ähnliche Zielgruppe haben – und dann im Nachgang auch noch mal das ein oder andere Facebook-Live-Interview mit diesen Leuten gemacht.

Diese Kontakte halten sich teilweise bis heute!

So werde ich auch immer wieder empfohlen.

Ich bin überhaupt keine Netzwerkerin, die mit Kalkül Leute anspricht und auf eine Kooperation hinarbeitet. Ich biete einfach guten Content an, der andere Blogs bereichert und den Lesern dieser Blogs weiterhilft.

Und ich weiß auch, dass ich mich mit anderen austauschen muss. Sei es in einer Facebook-Gruppe oder in einer Mastermind: gemeinsam auf Ideen rumzudenken bringt mich so viel weiter!

Was ich dir raten würde:

Suche Menschen, die auf dem gleichen Stand sind wie du, oder sogar schon einen Schritt weiter. Lass dich von ihnen inspirieren, tausche dich aus, hol dir Ideen. Lass dir Tipps geben: Wo haben sie schon veröffentlicht? Was hat bei ihnen besonders gut funktioniert?

Frage dich auch, wo sich potentielle Kunden rumtreiben könnten ­– und wähle zum Beispiel Blogs, Podcasts oder Facebook-Live-Shows aus, um einen Beitrag oder ein Interview mit dir anzubieten.

Wenn du meine kostenlose Liste mit 122 ausgewählten Blogs und Podcasts haben willst, trage hier deinen Namen und deine E-Mail-Adresse ein:

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Die Autorin:

Marike Frick ist ausgebildete Journalistin und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Pressearbeit selber machen können. Ihre Texte sind u. a. in DIE ZEIT, Brigitte Woman, Financial Times Deutschland, Spiegel Online und Business Punk erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie derzeit in Genf, glaubt an die tägliche Ration Kaffee (Barista-Style) und liebt gut gemachte TV-Serien in Kombination mit dunkler Schokolade und Pinot Noir.