ERZÄHL DOCH MAL: MICHAELA HANSEN VON GRANNY AUPAIR ÜBER IHRE PR-ERFOLGE

Die Agentur "Granny Aupair" startete als Ein-Frauen-Projekt – mittlerweile hat Betreiberin Michaela Hansen mehrere Mitarbeiter. Die Agentur hat es in unzählige Medien geschafft. Werbung braucht Michaela Hansen keine – ihr Erfolg gründet allein auf der Presseberichterstattung. Wie hat sie das geschafft? Und was können sich andere von ihr abgucken?

Erfolg durch gute Öffentlichkeitsarbeit


Frau Hansen, in wie vielen Publikationen sind Sie mit „Granny Aupair“ schon erschienen?

In hunderten! Vielleicht geht es sogar in die Tausender. Ich habe aufgehört zu zählen. Auf jeden Fall habe ich mehrere Kartons voller Presseberichte.

Wie schafft man so etwas?

Als ich die Agentur gründete, dachte ich mir schon, dass das Thema für die Medien ganz spannend sein könnte. Älteren Frauen zu ermöglichen, als Aupairs zu Familien ins Ausland zu gehen, das war vor sechs Jahren ganz neu. Ich komme selbst aus der PR, habe also einiges an Erfahrung. Allerdings ging ich damals davon aus, dass das Thema abgefrühstückt sein würde, wenn alle einmal berichtet hätten, und dass ich mir dann etwas Neues würde einfallen lassen müssen. Das war aber überhaupt nicht der Fall! Viele haben mehrfach über uns geschrieben, dann eben mit einem neuen Aufhänger. Ich habe noch heute fast täglich Medienanfragen.

Haben Sie eine Erklärung dafür?

Bei mir kommen echte Geschichten mit einer aktuellen Debatte zusammen. Es wird viel über Generations-Themen gesprochen. Denn die Älteren werden immer fitter. Die neuen Rentner sind ganz anders drauf als die Generation vor ihnen.

Was bringt Ihnen die enorme Öffentlichkeit?

Mit jeder Veröffentlichung gehen bei uns die Klickzahlen hoch. Und während ich die Agentur vor ein paar Jahren eher so nebenbei gestartet habe, beschäftige ich mittlerweile mehrere Mitarbeiter. Granny Aupair ist viel größer geworden, als ich es je gedacht hätte. Und ich habe in all den Jahren nie Anzeigen geschaltet! Mein gesamter Erfolg kommt durch die Medienarbeit.

Wie sind Sie die konkret angegangen?

Anfangs habe ich eine einfach Presse-Information an Hamburger Medien geschickt. Hamburg deshalb, weil ich hier wohne und es so einen lokalen Bezug gab, für die Journalisten also einen kleinen Aufhänger. Ich mache schon lange PR, ich weiß, wie schwer es ist, Journalisten für Themen zu begeistern. Aber in diesem Fall habe ich die Pressemitteilung abgeschickt – und 20 Minuten später rief der NDR an. Das war unglaublich. Zuerst liefen wir also in den lokalen Medien. Und dann ging es ziemlich schnell. Wir waren überall, sogar in der französischen Le Matin, in der Times, sogar die BBC hat über uns berichtet! Mittlerweile schicke ich nur noch Pressemitteilungen raus, wenn es etwas Größeres zu verkünden gibt. Ansonsten spreche ich Journalisten gezielt an.

Was interessiert die Journalisten typischerweise?

Die erste Frage ist fast immer: Wie sind Sie auf die Idee gekommen? Und da ich selbst jung Großmutter geworden bin, habe ich auch Persönliches zum Thema zu erzählen, das ist immer gut. Außerdem wollen Journalisten natürlich die Geschichten der „Grannies“ hören. Beispiele sind extrem wichtig – und die können wir rauf und runter bieten. Etwa unsere älteste Granny: die ist 79. Oder wir bieten mal den Fokus an: Was sagen eigentlich die Männer, wenn ihre Frauen für eine Weile ins Ausland verschwinden? Das menschelt an allen Ecken.

Wie kommen Sie mit den Journalisten in Kontakt?

Häufig hat jemand irgendwo etwas gelesen und findet das Thema spannend. Die Journalisten kommen jetzt auf mich zu, das ist ein schönes Gefühl! Außerdem halte ich immer mal wieder Vorträge und mache bei Podiumsdiskussionen mit, da werde ich natürlich auch angesprochen. Irgendwann kam sogar ein Verlag auf mich zu. Vor kurzem habe ich ein Buch zum Thema geschrieben – und das hat mir ebenfalls viel PR gebracht. Außerdem waren mehrere Grannies im Fernsehen, beispielsweise zum Thema „Freundlichkeit zwischen den Generationen“. Das bietet immer besonders viel Öffentlichkeit.

Was bringt Ihnen das, wenn es eher um die Grannies geht und die Agentur höchstens mal erwähnt wird?

Auch kleine Erwähnungen zählen – das sieht oder liest dann auch wieder jemand, der uns dann anfragt. Meine Grannies haben einfach eine hohe Glaubwürdigkeit, sie sind echt und haben Persönliches zu erzählen. Das sind die besten Botschafter.

Welche Tipps können Sie anderen Unternehmern geben, was haben Sie über PR gelernt?

Es ist sehr wichtig, schnell zu reagieren. Viele Unternehmer verstehen nicht, unter welchem Druck Journalisten stehen. Oft brauchen sie sofort ein Statement oder ein Foto. Deshalb frage ich immer nach: Wie eilig ist das? Wann brauchen Sie das? Außerdem haben viele genaue Vorstellungen, was sie suchen. Etwa ein Fernsehsender: Der wollte eine Granny, die zum ersten Mal weit weg geht und am besten kein Englisch spricht. Zu weit weg sollte es aber auch nicht sein, damit es nicht zu teuer für die Dreharbeiten wird. Wir versuchen immer, solche Wünsche zu erfüllen – aber in dem Fall mussten selbst wir passen.

 

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