WARUM DU PR MACHEN, ABER NICHT VIEL GELD DAFÜR AUSGEBEN SOLLTEST

Du hast gelernt, wie einwandfreie Buchhaltung geht. Dich über Vertriebskanäle schlau gemacht. Einen Webshop aufgebaut, ohne vorher Ahnung von E-Commerce gehabt zu haben. Vielleicht hast du dich mit Content Marketing beschäftigt, mit Facebook, Twitter und Snapchat und auch mit all der Psychologie, die damit zusammenhängt. Du musstest Formulare ausfüllen, Fristen einhalten, immer wieder dein Business vorstellen, du hast malocht und geschwitzt und die Nächte durchgemacht.

Und jetzt auch noch das: PR.

Muss das sein? fragst du dich.

Kostengünstige Öffentlichkeitsarbeit

Natürlich muss es das nicht. Aber für den Fall, dass du Kunden brauchst, dass du ein Produkt hast, nach dem die Leute nicht automatisch googeln, dass du darauf angewiesen bist, entdeckt zu werden – nun, in diesem Fall wäre es nicht unbedingt hinderlich, in der Zeitung zu erscheinen, oder? Vielleicht sogar in einem Magazin. Online auf einer News-Seite.

Hier ein paar Zahlen:

Focus Online zählt monatlich 21 Millionen Unique visits, Spiegel Online 11 Millionen.

Mehr als 200.000 Ausgaben der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten werden jeden Tag gedruckt, bei der Süddeutschen Zeitung sind es doppelt so viele Exemplare.

Die Berliner Zeitung erreicht 367.000 Leser.

In einer Auflage von mehr als 1 Million erscheint die Zeitschrift „Landlust“, „Brigitte“ bringt es auf eine halbe Million.

Die Artikel auf der Huffington Post Deutschland-Seite werden nach eigenen Angaben täglich 800.000 Mal auf Twitter geteilt.

Und dieses Spielfeld willst du anderen überlassen?

Wahrscheinlich denkst du jetzt: „Jaja, Brigitte, da schaffe ich es doch nie rein!“ Oder: „Spiegel Online wäre schon klasse – aber ohne Kontakte läuft da sowieso nichts.“

Mit beidem liegst du absolut falsch.

Denn viel wichtiger als Kontakte ist es, eine gute Story zu haben. Einen Themenvorschlag zu machen, der genau zu dem Medium passt, das du ansprichst. Die magische Formel lautet: Gute Geschichte plus passende Rubrik im richtigen Medium plus professionelles Anbieten = ERFOLG.

Ich nenne das „maßgeschneiderte PR“. Eins vorweg: Es geht NICHT darum, viel Geld auszugeben. Du brauchst keine teure Agentur. Musst nicht viel Geld für hübsche Materialien ausgeben. Musst keinen Zugang zu einem Presseverteiler bezahlen, um eine aufwändige Presseaussendung rauszuhauen.

Du musst dich nur einmal in den Journalisten versetzen, der seine diversen Rubriken und Formate füllen musst. Was könnte der wohl gerade gebrauchen? Jemanden, der von einer besonderen Erfahrung erzählt? Der eine ungewöhnliche Geschichte hat? Der etwas weiß, das andere nicht wissen?

DAS sind die Dinge, die Journalisten wirklich suchen. Und solche Themen anzubieten, kostet kein Geld, sondern einfach nur eine kurze Email. Du siehst: PR kann richtig günstig sein. Wichtig allerdings: Du solltest das Themenangebot nicht per Pressemitteilung versenden!

Warum das so ist, erfährst du übrigens in meinem kostenlosen 10-Tages-Training. Du kannst dich hier dafür anmelden und erhältst dann jeden Tag zwei wichtige Tipps von mir für PR, die funktioniert.

Ich will nichts schönreden: Es kann natürlich sein, dass du zehn Mal etwas vorschlagen musst, ehe ein Journalist zusagt. Aber das sollte dich nicht ärgern, sondern anspornen.

Glaub mir, ich weiß wovon ich rede! Als freie Journalistin muss ich regelmäßig Themen anbieten – und erhalte auch immer wieder Absagen. Das liegt nicht unbedingt an der generellen Qualität der Themenidee. Die Absagen können zum Beispiel lauten:

  • „Wir hatten gerade neulich etwas Ähnliches, melde dich doch in einem halben Jahr noch mal.“
  • „Das passt nicht zu unserer Mischung für das nächste Heft.“
  • „Da bräuchten wir noch einen anderen Dreh.“
  • „Das ist noch nicht nutzwertig genug.“
  • „Das Thema ist noch zu weit gefasst.“

Ich setze mich dann hin und versuche, den Vorschlag zu verändern, zu fokussieren und besser auf das Medium zuzuschneiden. Manchmal klappt es dann im zweiten Anlauf. Oder ich schlage Wochen später ein ganz anderes Thema vor – und das passt sofort.

Habe ich ein wirklich gutes Thema, das perfekt zum Magazin oder zur Seite passt, dann bekomme ich in der Regel eine wirklich schnelle Antwort.

Es kann also dauern, ehe „maßgeschneiderte PR“ Früchte trägt. Aber die Chancen auf einen Artikel sind so viel höher, als wenn du Massen-Pressemitteilungen raushaust!

Also: Nutze die Chancen auf eine riesige Leserschaft. Gewinne neue Kunden durch PR. Aber wenn du PR machst, dann mach sie richtig: und zwar maßgeschneidert.