So nutzt du Google Alerts für deine Pressearbeit (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Klar, in die Zeitung kommen wäre klasse. Aber dann ist da ja noch die Webseite, die muss betreut werden. Die Social Media Kanäle, die wollen bespielt sein. Und der ganz normale Business-Alltags-Wahnsinn, der ist natürlich auch noch da. Wie da also noch PR unterbringen? Meine Antwort: Fahr das Minimal-Programm – und dafür sind Google Alerts optimal. Hier zeige ich dir, wie du es einrichten und  nutzen kannst.

So nutzt du Google-Alerts für deine Pressearbeit

Stell dir vor, du vertreibst umweltfreundliche Coffee-to-go-Becher. Über so ein Thema können Journalisten natürlich jederzeit schreiben. Aber wirst du ihnen nun als „total-neu-müssen-wir-unbedingt-drüber-berichten“ im Posteingang auffallen?

Eher nicht so.

Aber stell dir jetzt mal vor, dass eine neue Studie erscheint: Jede Minute werden weltweite eine Million Coffee-to-go-Becher weggeschmissen! Und nur eine Stunde nach Erscheinen der Studie erscheinst du im Postfach eines Journalisten, mit einem Angebot zum Interview.

Plötzlich sind deine Kaffeebecher mega interessant.

Wie aber schaffst du das, nur eine Stunde nach Erscheinen einer Studie im Postfach eines Journalisten zu landen?

Die Antwort lautet: Google Alerts.

Dieses kleine, sehr nützliche (und kostenlose) Tool schickt dir nämlich immer dann eine Nachricht zu, wenn etwas zu genau den Schlagwörtern erscheint, die du angegeben hast.

Gibst du beispielsweise zu Beginn die Begriffe „Studie“ und „Kaffeebecher“ ein, dann wirst du informiert, sobald irgendwo eine News-Veröffentlichung erscheint, die beide Schlagworte beinhaltet.

Dann kannst du sofort reagieren – und musst nur noch eine kurze E-Mail an einen Journalisten schreiben: „Hey, schon diese Studie gesehen? Ich könnte ein interessanter Interviewpartner sein, kenne mich aus mit der Thematik!“

Also, mal so sinngemäß.

Deshalb empfehle ich auch immer, schon eine kleine Liste mit Namen von Journalisten in der Schreibtisch-Schublade zu haben – etwa dem Redakteur bei der Lokalzeitung, der sich mit Umwelt-Themen beschäftigt. Oder demjenigen, der beim regionalen Radiosender dafür zuständig ist.

HIER MEINE SCHRITT-FÜR-SCHRITT-ANLEITUNG, WIE DU EINEN GOOGLE-ALERT EINRICHTEST:

Geh auf www.google.com/alerts.

Dort findest du diese Suchmaske:

Ein Google-Alert für die Pressearbeit erstellen

Gib dort am besten gleich mehrere Suchbegriffe ein. Denn du willst ja nicht täglich auf dutzende Artikel hingewiesen werden, die irgendwo im Text das Wort „Kaffeebecher“ enthalten – das wäre nervig. Nein, du willst nur informiert werden, wenn neben „Kaffeebecher“ auch das Wort „Studie“ auftaucht. Das wird wahrscheinlich relativ selten der Fall sein, so dass dir nicht andauernd Meldungen reinflattern.

Sobald du mindestens einen Begriff eingegeben hast, taucht „Optionen anzeigen“ mit einem drop-down-Menü auf.

 
Google Alerts Optionen auswählen
 

Klickst du darauf, so erscheint folgendes:

Die Optionen in Google-Alerts einstellen

Du kannst hier genau einstellen

  • wie häufig du informiert werden möchtest: Sofort bei Erscheinen eines Textes zu deinen Schlagwörtern, gebündelt einmal täglich oder nur ein Mal pro Woche
  • Welche Quellen für dich durchsucht werden sollen – etwa News, Blogs, Videos oder Diskussionen
  • Für welche Sprachen und welches Land die Suche gelten soll
  • Ob nur sehr relevante oder alle Ergebnisse angezeigt werden sollen

Unten auf der Seite siehst du nun bereits eine Vorschau von Ergebnissen – es werden dir die aktuellen Artikel angezeigt, über die du benachrichtigt würdest.

Google Alerts für die Pressearbeit – Vorschau

Frag dich nun: Wären diese Beiträge relevant für mich? Oder ist da zu vieles dabei, das mich gar nicht interessieren würde? In dem Fall solltest du die Suche noch etwas einschränken, damit du dich nicht täglich durch Dutzende Alerts wühlen musst – etwa, indem du einen Begriff hinzufügst und so noch spezifischer wirst.

Du könntest zum Beispiel nicht nur „Studie“ und „Kaffeebecher“, sondern auch noch „Umwelt“ oder „Müll“ eingeben – weil du ja auf Studien dazu wartest, wie viele Kaffeebecher täglich im Müll landen.

NOCH EIN PAAR SUCH-TIPPS:

Wenn du nach einer ganz konkreten Phrase suchst (etwa "Kaffeebecher werden jede Minute weggeschmissen", weil du nur alarmiert werden willst, wenn es zur Anzahl weggeschmissener Kaffeebecher neue Zahlen gibt), dann trage genau diese Phrase in Anführungszeichen in das Suchfeld ein

Willst du nur Ergebnisse von einer bestimmten Seite haben, so nutze das Wort "site" mit einem Doppelpunkt. Also z.B. so:

Verwende ein großgeschriebenes OR, wenn eine entweder-oder-Suche betreiben willst. Bei dieser Suche erhältst du sowohl eine Benachrichtung, wenn "Kaffeebecher" und "Studie" in einem Text auftauchen, als auch "Coffee-to-go-Becher" und "Studie":

Möchtest du etwas ausschließen, etwa das Wort "USA", weil dich Studien zu Kaffeebechern in den USA nicht interessieren, so nutze das Minuszeichen. Die Anfrage würde dann so aussehen:

 

Jetzt musst du nur noch in diesem Feld deine E-Mail-Adresse eingeben:

 
 

Dann klickst du auf „Alert erstellen“ – und schon ist dein Google Alert eingerichtet!

Jetzt musst du nur noch auf das warten, was Google dir zuschickt. Und kannst dann sofort reagieren, wenn die eine Studie veröffentlicht wird, die aus deinem „Kann man mal machen“-Thema ein „Müssen wir unbedingt was drüber machen“-Thema für Journalisten macht.

 
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