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Du brauchst neue PR-Ideen? So geht das.

  • 5 min read

Wenn du bislang wenig Reaktion auf deine Presse-Aussendungen bekommen hast, wenn Redakteure sich nie zurückmelden – dann sind deine Themen möglicherweise schlicht und einfach: zu langweilig. Wir ändern das.

Vielleicht landeten deine Ideen aber auch nicht zur richtigen Zeit beim richtigen Redakteur. (Oder es ist gleich beides eingetreten: Schlechtes Thema, schlechtes Timing?)

Was du jetzt brauchst, damit dieses Jahr zu DEINEM PR-Jahr wird: Frische Ideen zum richtigen Zeitpunkt. Und die sollst du heute bekommen! 

Finde den perfekten Zeitpunkt für dein Thema

Nehmen wir mal an, dein Thema ist Diabetes.

Darüber könnten Journalisten natürlich rein theoretisch ganzjährig berichten; schließlich betrifft Diabetes viele Menschen. Aber andererseits: Warum sollten sie es GERADE JETZT tun, zu diesem Zeitpunkt, an dem du dich an sie wendest?

Vermutlich werden sie sagen: „Wir melden uns bei Interesse“. Oder erst gar kein Interesse zeigen. 

Etwas ganz anderes ist das im November. Da ist nämlich am 14. des Monats Weltdiabetestag.

Nehmen wir also an, dass du rechtzeitig vorher einen Journalisten mit einem Themenvorschlag kontaktierst, der genau zu diesem Weltdiabetestag passt: Bingo! Da wird der Redakteur doch glatt zuschlagen (sofern es denn ein guter Themenvorschlag ist).

Denn du hast ihm den perfekten Aufhänger geliefert – damit eine Antwort auf die „Warum gerade jetzt?“-Frage.

Das war natürlich jetzt rein theoretisch gesprochen. Aber es funktioniert!

Da ist zum Beispiel Stephan. Er hat mit seinem Schweige-Retreat in der Zeit „zwischen den Jahren“ gezielt das Interesse eines Lokal-Redakteurs geweckt – das Thema passte einfach wunderbar in diese Zeit der Besinnung und des in-sich-Gehens. 

Oder Christine, die als Trauerbegleiterin in Firmen hilft, wenn etwa ein Mitarbeiter plötzlich verstirbt: Als sie sich im Vorfeld des Totensonntags mit ihrem Thema an eine Journalistin wandte, rannte sie offene Türen ein. Die Redakteurin war geradezu auf der Suche nach einer nicht schon 100 Mal dagewesenen Story zum Thema Tod und Trauern –und widmete Christines Business eine ganze Seite.

Sowohl Stephan und Christine haben es geschafft, einen aktuellen Aufhänger als Türöffner zu nutzen. 

Wie aber findest du solche Aufhänger, die zu deinem Business passen?

Die Antwort ist simpel: Indem du dir einen PR-Kalender zulegst.

In diesen solltest du – am Jahresanfang oder beispielsweise jeden Monat wieder – passende Stichtage und Anlässe eintragen. So kannst du brainstormen, was dir zu diesen konkreten Anlässen einfällt und wie du dein Thema „mal anders“ präsentieren kannst.

Denn um immer wieder Redakteure für dich zu interessieren, musst du deine Themen drehen, wenden, auf den Kopf stellen und so ungewöhnliche, neue Aspekte entdecken.

Du kannst dich beispielsweise fragen:

  • Wie kann ich mein Thema als Winter-, wie als Sommerthema präsentieren?
  • Gibt es Aktionstage (wie den Weltdiabetestag), die mich auf neue Ideen bringen?
  • Welche Ereignisse in 2018 geben mir Anlass, einen bestimmten Aspekt zu beleuchten oder eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen?

Denn nehmen wir noch einmal das Thema „Schweigen“: Dass so ein Rückzug in die Stille Klarheit bringt, kann für gestresste Unternehmer genauso relevant sein wie für Männer in der Midlife-Crisis oder Menschen, die andere pflegen und dabei viel zu oft sich selbst vergessen. Allerdings würde man jede dieser Zielgruppen zu einer anderen Gelegenheit als Aufhänger nehmen.

  • Die gestressten Unternehmer etwa, wie Stefan, zwischen den Jahren.
  • Die Männer in der Midlife-Crisis möglicherweise am Vatertag oder wenn ein neuer Blockbuster zum Thema herauskommt.
  • Die pflegenden Angehörigen am Tag der Pflege.

Du siehst: Schon hast du aus einem einzigen Thema („Schweigen bringt Klarheit“) drei PR-Chancen gebastelt – einfach, indem du drei verschiedene Aufhänger nutzt.

Solche PR-Chancen müssen entdeckt werden – und deshalb brauchst du den Kalender, in dem du Stichtage und Anlässe festhältst. Denn es bringt ja nichts, wenn dir einen Tag vor dem Tag der Pflege aufgeht: Morgen hätte ich was zu erzählen.

Du musst das natürlich im Voraus angehen. Du musst planen.

Dafür kannst du zum Beispiel meinen kostenlosen PR-Kalender nutzen.

Ich habe ihn schon vorab mit 56 Stichtagen und Anlässen gefüllt. Sie sind ideal, um auf deinem Thema „herumzudenken“ und neue Blickwinkel zu finden.

Du findest in diesem 2018er-PR-Kalender außerdem 92 ganz konkrete Themenideen, die es dir erleichtern werden, selbst kreativ zu werden.

So nutzt du den PR-Kalender

Du solltest immer zwei, drei Monate im Voraus denken (für Online-Magazine und Lokalzeitungen etwas weniger).

Überlege also im Januar:

  • Was eignet sich als Frühjahrsthema?
  • Was interessiert Journalisten rund um Ostern?
  • Welche Stichtage/Aktionstage im März oder April könnten dich auf Ideen bringen?
  • Welche großen Events oder Ereignisse gibt es, über die alle Welt sprechen wird? (Königs-Hochzeiten genauso wie das Dschungelcamp oder eine totale Sonnenfinsternis)
  • Werden wichtige Studien veröffentlicht?
  • Finden große Sportereignisse statt?
  • Steht möglicherweise ein Gerichtsurteil an oder wird ein Gesetz debattiert, das mit deinem Thema in Verbindung gebracht werden kann?

Trag zuerst die Anlässe ein. Mach dann ein Brainstorming, um auf Ideen zu kommen. 

Das kannst du anschließend tun:

Verfasse entweder einen Themenvorschlag, mit dem du dich an Redakteure wendest, oder biete dich generell als Interviewpartner und Experte zum Thema an. Du musst also keine ausgereifte Story zu bieten haben. Möglicherweise reicht es schon, dass du dich als Schweige-Experte für ein Gespräch zum Thema „Schweigen als Ausweg aus der Midlife-Crisis“ anbietest – oder dass du selbst etwas erlebt hast, von dem zu erzählen könntest.

Viel Glück – und vor allem: viel Spaß mit dem PR-Kalender 2018!

4 Gedanken zu „Du brauchst neue PR-Ideen? So geht das.“

  1. Vielen Dank für den Kalender! Das ist auch eine super Grundlage für meine kleine Blogredaktion. Und vielleicht interessiert sich die Lokalpresse auch mal für meine Themen… 🙂

    Lieber Gruß,
    Sonja

    1. Absolut! Der Kalender eignet sich auch super für jede Art der Content-Erstellung. Und wenn du diesen Tipps folgst, klappt es bestimmt auch mal mit der Lokalpresse 🙂

  2. Liebe Marike, wie cool, dass Du mein Beispiel benannt hast! Und das war ja tatsächlich meine allererste positive PR-Erfahrung. Nicht wie sonst, zig Anrufe, Mails, warten, warten, warten, und doch keine Reaktion. Statt dessen 1 (ein!!) Anruf, Termin vereinbart, Gespräch geführt, zack, fertig 🙂 Ich glaube, die Kombi aus dem stimmigen Anlass und einem spannenden Thema/Geschichte ist wirklich erfolgversprechend!
    Das hatte ich übrigens bei Deiner Challenge im Frühjahr aufgenommen und als ich im Sommer die Journalistin bei einem Netzwerktreffen kennenlernte, habe ich sie gefragt, wann ich sie für ein Thema zum Totensonntag kontaktieren solle.
    Liebe Grüße, Christine

    1. Ja, ich fand das einfach ein super treffendes Beispiel. Insofern: Dank an dich für die Inspiration! Und wie klasse, dass das auch ein Resultat der Challenge war… Immer schön zu hören, wenn meine Tipps eine so tolle Wirkung zeigen 🙂

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Marike Frick

Marike Frick ist ausgebildete Journalistin und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Pressearbeit selber machen können. Ihre Texte sind u. a. in DIE ZEIT, Brigitte Woman, Financial Times Deutschland, Spiegel Online und Business Punk erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie derzeit in Genf, glaubt an die tägliche Ration Kaffee (Barista-Style) und liebt gut gemachte TV-Serien in Kombination mit dunkler Schokolade und Rotwein.