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KI-Agenten für Selbstständige: Was sie sind, was sie können – und was das konkret kostet

Es gibt ein Wort, das im Zusammenhang mit Claude gerade so inflationär benutzt wird wie „Transformation“ in einem Coaching-Prospekt: „Agent“. Jeder redet davon, die wenigsten wissen, was damit wirklich gemeint ist – und du fragst dich vielleicht, warum dich das als Selbstständige überhaupt interessieren sollte. Das ändern wir jetzt!

Alt-Text: Blogbeitrag-Titelbild von „Was Journalisten Wollen": Draufsicht auf einen Holztisch mit einem aufgeklappten Laptop, einem Notizbuch mit Stiften und Kürbissen als Dekoration. Im Vordergrund ein weißes Textfeld mit dem Titel in Fettschrift: „KI-Agenten für Selbstständige: Was sie sind, was sie können – und was das kostet". Darunter die Website-Adresse wasjournalistenwollen.de in gelber Schrift.

Was ist der Unterschied zwischen einem Prompt und einem Agenten?

Ein Prompt ist eine einmalige Eingabe – du tippst, Claude antwortet, fertig. Ein Agent ist ein Ablauf, den du einmal einrichtest und der danach automatisch läuft, auch wenn du gerade schläfst, im Urlaub bist oder in einem Call hängst.

Du tippst, Claude antwortet: Das ist ein Prompt. Du bist der Auslöser, Claude ist das Werkzeug. Total nützlich – aber du musst immer selbst ran. Jedes. Mal. Von. Vorne.

Ein Agent oder agentischer Workflow geht einen Schritt weiter: Du richtest den Ablauf einmal ein, und dann läuft er quasi von allein. Die KI übernimmt die Arbeit, du schaust nur noch hin, wenn etwas nicht stimmt oder du etwas abnicken musst.

Ein bisschen wie ein sehr geduldiger Mitarbeiter, den du einmal einarbeitest – und der danach dieselbe Aufgabe immer wieder erledigt, ohne dass du ihn jedes Mal neu briefen musst.

Was ist tatsächlich ein „Agent“?

Der Begriff wird für drei sehr verschiedene Dinge verwendet, die sich alle ein bisschen nach „Agent“ anfühlen – aber nicht alle sind echte Agenten. Die Kurzfassung: Projects/Skills kennen deinen Kontext. Connectors erlauben Claude, mit deinen Tools zu arbeiten. Nur ein echter Agent läuft automatisch, ohne dass du den Anstoß gibst.

Lass mich mal kurz sortieren. (Zur Beruhigung: Ich habe das am Anfang auch durcheinandergebracht.)

01 Die drei Stufen im Vergleich
Stufe 1
Projects + Skills
Claude kennt deinen Kontext und arbeitet nach deinen Regeln – aber du gibst immer den Anstoß.
Kennt deinen Kontext
Greift auf externe Tools zu
Läuft automatisch
Technischer Aufwand: gering
Stufe 2
Connectors
Claude greift auf Google Drive, Gmail, Canva & Co. zu – aber nur wenn du es aktiv anforderst.
Kennt deinen Kontext
Greift auf externe Tools zu
Läuft automatisch
Technischer Aufwand: gering
Stufe 3
Echter Agent
Claude arbeitet automatisch nach Zeitplan oder Ereignis – auch wenn du schläfst oder im Call bist.
Kennt deinen Kontext
Greift auf externe Tools zu
Läuft automatisch
~
Technischer Aufwand: mittel

Stufe 1: Claude Projects + Skills

Claude Projects ist eine Funktion direkt in Claude (im Browser oder der App). Du legst ein Projekt an – z. B. „Content-Marketing“ oder „Angebote und Vertrieb“ – und hinterlegst dort einmalig die wichtigsten Informationen:

  • Projektanweisungen: Rolle, Ton, Einschränkungen, Ziel
  • Referenzdokumente: Briefings, Styleguides, Beispieltexte
  • Stammdaten: Angebotsstruktur, Preise
  • Vorlagen: Pitch-Templates, FAQ-Dokument für Kundeneinwände

Ab dann hat Claude in jedem Gespräch in diesem Projekt alle passenden Infos zur Hand.

Dazu kommt seit Oktober 2025 eine Funktion, die Projects sinnvoll ergänzt: Skills. Während Projects den Kontext speichern – wer du bist, wen du ansprichst –, speichern Skills eher das Vorgehen: wie Claude bei bestimmten Aufgaben vorgehen soll.

Einen Skill anlegen geht ohne Programmierkenntnisse – Claude.ai hat dafür einen eingebauten Skill-Creator. Du beschreibst, wann und wie Claude etwas tun soll, und er baut das für dich.

Skills sind nur für bezahlte Pläne verfügbar (Pro, Max, Team und Enterprise).

Was Coaches, Berater und Dienstleister damit machen können:

Du reichst Claude einen Entwurf ein und bekommst Feedback exakt nach deinem hinterlegten Schema – erst Struktur, dann Ton, dann Formulierungsvorschläge. Du lässt Claude ein Angebot schreiben – und es greift automatisch auf deine Preisstruktur und dein Format zurück, weil das im Skill definiert ist.

Aber auch Projects und Skills zusammen sind noch kein autonom laufender Agent. Der Mitarbeiter ist jetzt besser eingearbeitet und kennt deine Abläufe auswendig – aber er wartet immer noch darauf, dass du ihm den Auftrag gibst. Nichts passiert von selbst.

Stufe 2: Connectors – die Zwischenstufe, die viele für einen Agenten halten

In Claude.ai gibt es unter „Customize“ eine Funktion namens Connectors. Damit verbindest du Claude direkt mit externen Tools – oft mit wenig technischem Aufwand. Die Google Workspace Connectors (Gmail, Calendar, Drive) sind für alle Pläne verfügbar, auch den kostenlosen. Zur Auswahl stehen unter anderem:

  • Google Drive (Dokumente lesen, je nach Integration auch Dateien ablegen)
  • Gmail (Entwürfe erstellen – Claude schickt aber nicht selbst ab!)
  • Google Calendar
  • Canva (erfordert zusätzlich ein bezahltes Canva-Abo)
  • Asana, Slack, Figma, Notion

Wenn du im Gespräch mit Claude sagst: „Zieh mir den Inhalt aus meinem Google Doc und schreib daraus eine Kunden-E-Mail!“ – dann öffnet Claude das Dokument, liest es und schreibt die Mail. Das fühlt sich an wie ein Agent. Und trotzdem ist es noch kein autonomer Agent.

Der entscheidende Unterschied: Du bist immer noch da und hast den Auslöser gedrückt. Claude kann nicht jeden Montagmorgen von selbst dein Google Drive durchsuchen und dir eine Zusammenfassung schicken. Connectors machen Claude handlungsfähig – aber nur auf deine Aufforderung hin.

Was Coaches, Berater und Dienstleister mit Connectors machen können:

Du sagst Claude: „Hol die Notizen aus meinem letzten Kundencall in Google Drive und schreib daraus eine Follow-up-E-Mail.“ Claude öffnet das Dokument, schreibt den Entwurf – du findest ihn fertig in Gmail. Oder du beschreibst Claude, wie die Titelfolie deiner nächsten Präsentation aussehen soll, und Claude erstellt dafür direkt einen Entwurf in Canva.

Stufe 3: Echte Agenten

Das ist die einzige der drei Stufen, bei der du wirklich nicht mehr da sein musst – oder nur noch an ausgewählten Stellen freigibst.

Ein echter Agent läuft automatisch – ausgelöst durch einen Zeitplan, ein Ereignis oder eine Bedingung, die du einmal festgelegt hast. Er holt sich Daten aus externen Quellen, schickt sie an Claude, und das Ergebnis landet irgendwo: in deinem Postfach, in einem Dokument, in einer Tabelle. Auch wenn du schläfst, im Urlaub bist oder gerade in einem Call hängst.

Technisch stecken dahinter drei Bausteine: der Auslöser (Zeitplan, Ereignis oder Bedingung), das Gehirn (Claude via API) und die Verbindung nach außen (woher kommen Daten, wohin geht das Ergebnis).

Diese drei Bausteine leben nicht in Claude selbst – sie leben in einem separaten Automatisierungstool wie Make.com (früher Integromat). Visuell, Drag-and-Drop, oft ohne eine Zeile Code. Der Core-Plan kostet 9 Dollar pro Monat bei Jahreszahlung, es gibt eine kostenlose Version zum Testen.

🔑
Claude Projects + Skills: Claude kennt deinen Kontext und weiß, wie es für dich arbeiten soll – wartet aber auf dich.
Connectors: Claude kann mit deinen Tools arbeiten – aber nur wenn du es anstößt.
Echter Agent: Claude arbeitet in einem automatisierten Ablauf für dich – auch wenn du nicht da bist.

Meine Empfehlung, wenn du gerade am Anfang stehst: Fang mit Claude Projects an und leg einen oder zwei Skills an. Schalte dann die Connectors an, die zu deinem Alltag passen. Und wenn du merkst, dass du bestimmte Abläufe immer wieder manuell in Claude anstößt – dann bist du reif für einen echten Agenten.

Welche Agenten lohnen sich für Selbstständige wirklich?

Das kommt extrem darauf an, wie dein Business läuft. Die wichtigste Frage ist: Welche Aufgabe fällt bei dir immer wieder an – und kostet dich Zeit (oder Geld, weil jemand sie für dich zeitaufwändig erledigt)?

Daher empfehle ich explizit nicht, einfach irgendwelche Agenten zu bauen, „weil man das ja jetzt machen sollte“ oder „weil ich das bei jemandem gesehen habe und der sagt, das sei super“.

Denn einen Agenten einzurichten, kostet auch Zeit. Und auch auf die Ergebnisse solltest du immer noch mal drauf gucken. Das lohnt sich nur für Aufgaben, die dich ständig Zeit und Nerven kosten!

Damit du eine Idee davon bekommst, was überhaupt möglich ist: Hier kommen 3 Beispiele für dein Business mit konkretem Setup – und 5 weitere Möglichkeiten für die Arbeit direkt mit deinen Kunden.

Jeden Montag: Artikel aus 5 RSS-Feeds filtern und zusammenfassen
Schedule RSS-Feeds Claude API Gmail
2 h Recherche/Woche gespart
Kontaktformular-Eingang → Einschätzung ob ein Erstgespräch lohnt
Tally Webhook Serper Claude API Gmail
Unpassende Calls vermeiden
Individuelle Nachfass-E-Mail 3 Tage nach Kontakt – personalisiert pro Person
Formular 3-Tage-Timer Claude API Gmail
Höhere Konversionsrate

Beispiel Nr. 1: Der Content-Radar

Jeden Montagmorgen um 7:00 Uhr holt Make.com die neuesten Artikel aus fünf RSS-Feeds. Claude filtert, was für deine Zielgruppe relevant ist, und fasst jeden Artikel in zwei Sätzen zusammen. Das Ergebnis landet um 7:03 Uhr als E-Mail in deinem Postfach. Zehn Minuten Lektüre statt zwei Stunden Recherche.

Setup: Schedule → RSS-Feeds → Claude API → Gmail. Kosten: Make.com Core (9 $/Monat) + Claude API (meist wenige Cent im Monat).

Beispiel Nr. 2: Der Lead-Vorqualifizierer

Jemand füllt dein Kontaktformular aus. Sekunden später hat Claude sich die Antworten angeschaut, die Person anhand deiner Kriterien bewertet und dir eine kurze Einschätzung geschickt – inklusive Empfehlung, ob ein Erstgespräch lohnt. Das erspart dir die Calls, bei denen du nach zwanzig Minuten weißt, dass ihr nicht zusammenpasst.

Optional: Ein Serper.dev-Modul sucht automatisch nach der Website und dem LinkedIn-Profil der Person. Die ersten 2.500 Abfragen sind kostenlos, ohne Kreditkarte. Setup: Tally → Webhook → Serper → Claude API → Gmail.

Beispiel Nr. 3: Der Angebots-Nachfasser

Jemand füllt dein Kontaktformular aus – und bucht nicht. Drei Tage später läuft eine Nachfass-E-Mail raus. Soweit nichts Besonderes: Das kann dein E-Mail-Marketing-Tool auch.

Der Unterschied: Claude schreibt für jede Person eine andere E-Mail. Wer erwähnt hat, dass sie gerade aus dem Angestelltenverhältnis raus will, bekommt eine andere E-Mail als jemand, der seit drei Jahren selbstständig ist und nicht vom Fleck kommt.

Das ist der Unterschied zwischen gewohnter Automatisierung und einer E-Mail, bei der die Person denkt: Die hat das wirklich gelesen.

Agenten für die Arbeit mit deinen Kunden – 5 echte Automatisierungen

Agenten sind nicht nur für dein Business-Management nützlich. Sie können auch in der Arbeit mit Kunden eingesetzt werden – so, dass deine Kunden davon profitieren und du Zeit gewinnst.

Notizen aus dem Erstgespräch → personalisierte Follow-up-E-Mail zur Freigabe
Tally intern Make.com Claude API Gmail
Höhere Abschlussrate nach Erstgespräch
Nach Zusage: individuelles Onboarding auf Basis des Fragebogens erstellen
Tally Claude API Google Drive
Kundin fühlt sich verstanden
Kunden-Check-in vor dem Call → Gesprächsvorbereitung mit Mustern & Fragen
Tally Google Sheets Claude API Gmail
Besser vorbereitet in jeden Call
Interne Notizen nach dem Call → konkrete Hausaufgabe zur Freigabe
Tally intern Claude API Gmail
Passgenaue Hausaufgaben ohne Aufwand
Nach 4 Wochen alle Check-ins analysieren und Muster erkennen
Google Sheets 4-Wochen-Timer Claude API Gmail
Muster erkennen, die du übersiehst

Die fünf Automatisierungen im Detail:

1. Die maßgeschneiderte E-Mail nach dem Erstgespräch

Das Erstgespräch mit einer potenziellen Kundin ist vorbei.

Du füllst kurz ein internes Formular zur Person aus oder sprichst deine Gedanken als Sprachnachricht ein: Situation, Ziel, besprochene Themen.

Claude analysiert das und generiert eine personalisierte Follow-up-E-Mail, die der Person genau das zurückspiegelt, was sie gesagt hat – in ihrer Sprache, nicht in deiner Angebotssprache.

Dann wird aufgezeigt, inwiefern dein Angebot die passende Lösung ist. Claude findet genau die richtigen Argumente, wie ein guter Verkaufs-Trainer. Am Ende kommt ein klarer Call to Action.

Du schaust drüber, passt eventuell noch etwas an, schickst ab.

Setup: internes Formular → Make.com → Claude API → Gmail (zur Freigabe)

2. Das automatische Onboarding-Dokument

Eine neue Kundin hat zugesagt und füllt einen Fragebogen aus: aktuelle Situation, Ziel der Zusammenarbeit, wie sie am besten lernt. Sobald der Fragebogen abgeschickt wird, läuft der Agent los.

Claude erstellt ein individuelles Onboarding-Dokument: eine Willkommens-Mail, die auf ihre konkrete Situation eingeht, der Prozess in ihrer Sprache erklärt, erste Aufgabe passend zu ihrem Ziel.

Make.com legt das Dokument automatisch in einem Google Drive-Ordner ab. Du schaust drüber, korrigierst vielleicht einen Satz, schickst ab. Ergebnis: eine Kundin, die sich vom ersten Tag an verstanden fühlt.

Setup: Tally (Fragebogen) → Make.com → Claude API → Google Drive

3. Die automatische Session-Vorbereitung

Deine Kundin füllt vor jedem Call einen kurzen Check-in aus – fünf Fragen, drei Minuten.

Sobald das Formular abgeschickt wird, schickt Make.com die Antworten zusammen mit den Check-ins der letzten Wochen an Claude.

Claude erstellt eine Gesprächsvorbereitung: Muster, die sich abzeichnen, mögliche Blockaden, Fragen, die du stellen könntest. Das Ergebnis landet fünf Minuten nach dem Absenden in deinem Postfach.

Setup: Tally → Make.com (Webhook) → Google Sheets → Claude API → Gmail

4. Die automatische Hausaufgabe nach jeder Session

Der Call ist vorbei. Du füllst ein internes Formular aus – zwei Minuten, drei Felder:

Was war das Hauptthema? Was war die zentrale Erkenntnis? Was ist der nächste Schritt?

Claude formuliert daraus eine konkrete Hausaufgabe für die Kundin, passend zu dem, was besprochen wurde. Die fertige Hausaufgabe landet zehn Minuten nach dem Call in deinem Postfach zur Freigabe.

Setup: Internes Tally-Formular → Make.com → Claude API → Gmail (zu dir zur Freigabe, nicht direkt zur Kundin)

5. Die automatische Fortschritts-Auswertung nach vier Wochen

Alle wöchentlichen Check-ins deiner Kunden landen in einer Google-Tabelle. Nach vier Wochen läuft ein Agent los, der alle Check-ins an Claude schickt: Welche Themen tauchen immer wieder auf? Wo macht sie Fortschritte, wo nicht?

Ein Beispiel: Claude erkennt, dass ein Klient in fast jedem Check-in Zeitmangel erwähnt – aber die Aktionen, die er beschreibt, nie zeitkritisch sind. Hypothese: Zeitknappheit als Schutzbehauptung. Das wäre dir so vielleicht gar nicht aufgefallen.

Setup: Google Sheets (Check-ins) → 4-Wochen-Timer → Claude API → Gmail

Achtung, Datenschutz! Was solltest du hier beachten? (Keine Rechtsberatung)

Bei der Eintragung von Daten in Formulare, die dann von KI ausgelesen werden, ist ein Datenschutz-Hinweis wichtig. Und in der Datenschutz-Erklärung muss stehen, welche konkreten Tools eingesetzt werden.

Wenn eine Person nicht weiß, dass du ihre Daten mit KI verarbeitest, so arbeite unbedingt mit anonymisierten Daten! Das heißt, dass du z.B. der KI die Herausforderungen und Probleme eines potenziellen Kunden ohne Nennung eines Namens schilderst.

Ist die Person bereits Kunde oder Kundin, so sollte sie deine Datenschutzbestimmungen anerkennen. In diesen Bestimmungen sollte enthalten sein, dass du mit KI arbeitest, und auf welche Art und Weise. Du brauchst dann auch einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Anthropic. (Das kennst du z.B. für die Arbeit mit Daten in Bezug auf E-Mail-Marketing-Anbieter oder Google, da du ja vielleicht schon jetzt personenbezogene Daten in einer Google Cloud speicherst.)

Wichtig: Dies ist KEINE RECHTSBERATUNG, nur gesunder Menschenverstand und mein Wissen aus 10 Jahren Erfahrung in einer Branche, in der ständig Daten verarbeitet werden – auch personenbezogene.

Was kostet das alles – realistisch?

Für einen ersten einfachen Agenten rechne mit 9–15 Dollar pro Monat zusätzlich zu deinem bestehenden Abo. Wichtig: Claude Pro und die Claude API werden getrennt abgerechnet – du zahlst für Agenten nicht automatisch mehr, nur weil du Claude Pro hast.

Tool Kosten Wofür
Claude Pro 20 $/Monat Browser-Abo für den täglichen Gebrauch: Claude.ai, Projects, Connectors
Claude API nutzungsbasiert Agenten via Make.com – oft wenige Cent pro Aktion. Separat von Claude Pro abgerechnet.
Make.com Core 9 $/Monat Automatisierungsabläufe – Drag-and-Drop, kein Code. Preis bei Jahreszahlung.
Serper.dev erste 2.500 kostenlos Nur nötig wenn der Agent googeln soll, z. B. beim Lead-Vorqualifizierer.
Gesamt (erster Agent) ~10–15 $/Monat zusätzlich zu bestehendem Abo – ab 2 gesparten Stunden/Woche bereits refinanziert.

Und wenn der Content-Radar dir zwei Stunden Recherche pro Woche spart und deine Zeit 100 Euro pro Stunde wert ist – dann hat sich das nach dem ersten Monat bereits gerechnet.

Fazit

Ein Agent ist kein Zauberer. Er ist ein einmal eingerichteter Prozess, der dir auf Dauer Arbeit abnimmt – solange du weißt, welche Arbeit das sein soll.

🔑
Das Wichtigste ist nicht das technische Setup – sondern die Arbeit davor: Was soll der Agent entscheiden? Was soll er dir weitergeben? Nach welchen Kriterien? Das sind keine KI-Fragen. Das sind Business-Fragen.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen rund um KI-Agenten für Selbstständige – kompakt beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen Claude mit Connectors und einem echten Agenten?

Connectors erlauben Claude, auf externe Tools wie Google Drive oder Gmail zuzugreifen – aber nur, wenn du aktiv im Gespräch bist und den Anstoß gibst. Ein echter Agent läuft automatisch nach einem Zeitplan oder einem Ereignis, auch wenn du nicht online bist.

Brauche ich Claude Pro, um Agenten einzurichten?

Nein. Claude Pro (20 $/Monat) ist das Browser-Abo für den täglichen Einsatz. Agenten, die über Make.com laufen, nutzen die Claude API – das ist ein separates Produkt mit eigener, nutzungsbasierter Abrechnung.

Was kostet ein einfacher Agent im Monat wirklich?

Für einen Einstiegs-Agenten wie den Content-Radar rechne mit ca. 9–15 Dollar pro Monat: Make.com Core (9 $ bei Jahreszahlung) plus Claude API-Kosten, die je nach Umfang meist im einstelligen Dollar-Bereich liegen.

Muss ich programmieren können, um Agenten einzurichten?

Für einfache Agenten mit Make.com nicht. Make.com ist visuell und funktioniert per Drag-and-Drop. Wer tiefer einsteigen will, kann mit n8n flexibler werden – das setzt aber etwas technisches Grundverständnis voraus.

Welcher Agent lohnt sich als erstes?

Der Content-Radar: Er ist technisch unkompliziert einzurichten, kostet wenig und spart sofort spürbar Zeit – nämlich das tägliche manuelle Durchforsten von Branchenquellen.

Ist die Nutzung der Claude API DSGVO-konform?

Laut Anthropic werden Daten bei API-Nutzung nicht genutzt, um KI-Modelle zu trainieren. Wer über Agenten Kundendaten verarbeitet, sollte diese pseudonymisieren, die Datenschutzerklärung auf KI-Tool-Einsatz prüfen und Kunden mit besonders sensiblen Themen vorab informieren.

Hinweis: Dieser Text wurde mithilfe von KI (Claude von Anthropic) erstellt und redaktionell überprüft.

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Über die Autorin

Marike Frick ist ausgebildete Journalistin und hat unter anderem für DIE ZEIT, Brigitte, den mareverlag, Financial Times Deutschland und SPIEGEL ONLINE gearbeitet. Heute zeigt sie Gründern, Selbstständigen und Experten, wie sie mit ihrem Business, Buch oder Produkt in die Presse kommen. Außerdem schreibt sie über Content, Storytelling und Marketing mit Anstand. Sie lebt mittlerweile in Genf und leitet die im DACH-Raum tätige Words Matter GmbH.

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