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Wie komme ich an mehr Kunden? Die 7 Basics, die jeder braucht

Maßnahmen um Kunden zu gewinnen: Welche bringen wirklich was, wenn du vor allem online unterwegs bist? Nach 8 Jahren am Online-Markt und tausenden Kunden kann ich dir versichern: Ohne diese 7 Basics geht gar nichts!

Okay, du hĂ€ttest also gern (mehr) Kunden. Und fragst dich verstĂ€ndlicherweise: Wie stell ich das nur an? 

Du googelst also nach Strategien, Verkaufs-Methoden, Anleitungen. Meldest dich fĂŒr irgendwelche Webinare an, um das mit den ErstgesprĂ€chen zu lernen. Oder liest kluge BĂŒcher von Sales-Gurus. 

Das Ding ist nur: Keine Strategie der Welt wird funktionieren, wenn dir ein paar simple Basics fehlen! 

So richtig deutlich wird das, wenn du dir vorstellst, du mĂŒsstest deine Kunden nicht online finden – sondern auf einem Flohmarkt. Vieles, was ein Flohmarkt-VerkĂ€ufer intuitiv tun wĂŒrde, musst du nur noch auf die Online-Welt ĂŒbertragen. 

Und dann scheint es plötzlich so logisch, was zu tun ist!

1. Du brauchst genug Publikum

Stell dir vor, du bist ein Flohmarkt-VerkĂ€ufer: 

Wenn du alte Taschen, Oberteile und Blazer verkaufen willst, dann musst du damit rausgehen – klar. Von allein wird niemand bei dir zu Hause anklopfen! Am besten gehst du an einen Ort, an dem möglichst viele von den richtigen Leute vorbeikommen.

Was ich damit meine: Klar kannst du dich vor das örtliche Kino stellen. Aber da wirst du halt hauptsĂ€chlich Leute antreffen, die ins Kino gehen wollen. 

Anders sieht es aus, wenn du dich am Sonntag fĂŒr den Flohmarkt deines Viertels anmeldest. Wer da hingeht, hat nĂ€mlich ein vages bis starkes Kaufinteresse an gebrauchten Dingen.

Du brauchst also erstmal das Wissen darĂŒber, wo sich die Leute herumtreiben, die du erreichen willst – und wann sie dort sein werden. Und dann musst du dort auch prĂ€sent sein.

Am besten nicht in einer Seitenstraße, in die kaum jemand findet, sondern mittendrin auf dem großen Platz. 

Allerdings solltest du dich darauf einstellen, dass ein großer Teil der Menschen auf diesem Flohmarkt “einfach mal gucken” will, oder eher nach einem Spielzeug fĂŒr den Enkel sucht, oder eigentlich nur wegen der AtmosphĂ€re da ist.

Nie-nie-niemals wird jeder Einzelne, der an deinem Stand vorbeikommt, etwas kaufen! Vielleicht bleiben 20% stehen. 10% nehmen etwas in die Hand. 5% stellen dazu eine Frage. 

Aber nur 1-2% kaufen auch wirklich.

Übertragen auf die Online-Welt bedeutet das: 

Darauf zu warten, dass dich jemand von allein findet, wird nichts bringen. Du musst raus! Finde den “Flohmarkt”, auf dem du genau die Richtigen erreichst. 

Das kann zum Beispiel eine Plattform sein, ĂŒber die du deine Online-Kurse oder Produkte anbietest. Dann musst du allerdings damit rechnen, dass du einem harten Preiskampf ausgesetzt bist (wo viel Vergleich mit anderen ist, gewinnt oft der GĂŒnstigste).

Kommen Plattformen fĂŒr dich nicht in Frage, so brauchst du eine andere Strategie, damit Menschen dein Angebot wahrnehmen. 

Dabei hilft die elementare Frage: Wo treiben die sich denn so rum, deine potenziellen Kunden? 

  • Welche Social Media KanĂ€le konsumieren sie wahrscheinlich?
  • Googeln sie?
  • Hören sie Podcasts? 
  • Gucken sie Videos?
  • Lesen sie Zeitung?
  • Scrollen sie durch News-Seiten?
  • Gehen sie auf Netzwerk-Veranstaltungen?
  • Sind sie auf Konferenzen unterwegs?
  • Besuchen sie Messen?
  • Lesen sie bestimmte große Newsletter?

Das ist nicht immer leicht herauszufinden. Aber es hilft, potenzielle Kunden einfach mal zu fragen! 

Wenn du dann mehrere KanĂ€le zur Auswahl hast: Starte mit einem, maximal zwei, auf die du auch wirklich Lust hast – denn du wirst Durchhaltevermögen brauchen!

Und noch mal zur Erinnerung: Um zu verkaufen, brauchst du eine große Anzahl von Menschen, die dein Produkt ĂŒberhaupt wahrnehmen. Nur ein Bruchteil wird es sich genauer anschauen. Wenige werden Fragen stellen. Und nur ganz wenige buchen oder kaufen auch. 

đŸ‘‰đŸ» MEIN TIPP: Ich selbst setze massiv auf eine eigene E-Mail-Liste. Denn darĂŒber erreiche ich zuverlĂ€ssig Menschen, die wirklich an meinen Inhalten interessiert sind. Ohne E-Mail-Liste hĂ€tte ich den letzten Jahren nicht mehrere Millionen Euro umgesetzt!

Wenn du auch am Aufbau deiner E-Mail-Liste arbeiten (oder damit anfangen willst): Schau dir unsere “Haken dran!”-Sprints an. Da erstellen wir mit dir ein genial gutes Freebie, das  dir hilft, die richtigen Leute fĂŒr deine Liste anzuziehen.

2. Du brauchst ein Produkt, das dringend gesucht wird

Stell dir vor, du bist ein Flohmarkt-VerkĂ€ufer: 

Könntest du auf einem Flohmarkt Designer-Mode anbieten? Oder handgemachte Edel-Pralinen? 

Vermutlich wĂ€rest du damit nicht besonders erfolgreich. Denn wer Designermode sucht, geht in ein Kaufhaus, das große Marken anbietet oder in eine kleine Edel-Boutique. Auf dem Flohmarkt sind solche Produkte schlicht nicht nachgefragt. 

Deshalb bringt es nichts, stur darauf zu setzen, dass sich “die richtigen KĂ€ufer schon finden werden” – sondern du solltest dich fragen: Was wird denn ĂŒblicherweise auf einem Flohmarkt angeboten? Und was gibt es vielleicht noch nicht – könnte aber dazu passen?

Wenn beispielsweise gebrauchte FahrrĂ€der sonst nie auf dem Flohmarkt deines Viertels zu haben sind, du aber eins loswerden willst, dann kann das – anders als die teure Designer-Kleidung – durchaus passen.

Übertragen auf die Online-Welt bedeutet das: 

Biete nicht einfach das an, was du halt zu bieten hast. Sondern frag dich zuallererst: Was brauchen denn die Menschen, die meine Kunden werden sollen? WofĂŒr sind sie bereit, Geld auszugeben? Was passt zu ihnen?

Der typischste Fehler, der hier gemacht wird: Du bietest etwas an, von dem du findest, dass jeder es haben/benutzen/lernen sollte.

Der Klassiker: ein Online-Kurs mit einem “Alles, was ich weiß”-Thema –  etwa “Wie man eine bessere FĂŒhrungskraft wird”. 

❓ Sollten Menschen in FĂŒhrung so einen Kurs belegen?

✅ Bestimmt.

🔍 Aber suchen sie auch danach? 

❌ Nun, vermutlich wissen sie noch nicht mal, dass sie keine gute FĂŒhrungskraft sind. 

Was sie sich aber ganz sicher fragen: 

  • Wie kriege ich meine Mitarbeiter dazu, endlich weniger zu jammern?
  • Warum sitze ich stĂ€ndig in sinnlosen Meetings – und wie Ă€ndere ich das?
  • Wie komme ich von den dauernden Überstunden weg?

Ein Angebot, das sich an einer dieser Fragen ausrichtet, werden sie auf jeden Fall begutachten! 

Weil es zu ihren echten BedĂŒrfnissen passt.

đŸ‘‰đŸ» MEIN TIPP: Wir begleiten dich gern dabei, ein Angebot zu entwickeln, das Menschen auch wirklich haben wollen – etwa einen Online-Kurs, einen Workshop, ein Seminar oder eine Coaching-Begleitung. 

Schau dir unsere “Haken dran!”-Sprints an, wenn du mehr wissen willst!

3. Du musst dein Produkt ansprechend prÀsentieren

Stell dir vor, du bist ein Flohmarkt-VerkĂ€ufer: 

Sicher leuchtet dir sofort ein, dass eine fleckige Tasche keine KĂ€ufer finden wird. Ein zusammengeknĂŒlltes Shirt wird kaum jemand in die Hand nehmen. Und ein ungebĂŒgelter Blazer nur wenige ĂŒberzeugen. 

Auf dem Flohmarkt geht es natĂŒrlich selten anspruchsvoll zu. Und trotzdem wirst du vermutlich mehr loswerden, wenn du deine Sachen in gepflegtem Zustand prĂ€sentierst. Mehr noch: Du wirst mehr Geld dafĂŒr verlangen können!

Übertragen auf die Online-Welt bedeutet das: 

Du brauchst eine Webseite und im Idealfall auch gesonderte Landingpages fĂŒr deine Angebote (so genannte “Salespages”) – und die sollten die Wertigkeit deines Angebots widerspiegeln. 

  • Je gĂŒnstiger dein Angebot ist, desto eher wird dir eine nachlĂ€ssige PrĂ€sentation verziehen. 
  • Je höherpreisiger dein Angebot, desto weniger kannst du dir das erlauben
  • Je mehr Konkurrenz du hast, desto mehr solltest du ĂŒberzeugen

đŸ‘‰đŸ» MEIN TIPP: Eine gute Salespage ist wahnsinnig wichtig – denn online musst du mit den richtigen Worten ĂŒberzeugen. Wenn du dich beim Texten von uns unterstĂŒtzen lassen möchtest, dann schau dir hier unsere “Haken dran!”-Sprints an!

4. Du brauchst die richtigen Argumente

Stell dir vor, du bist ein Flohmarkt-VerkĂ€ufer: 

Klar kannst du die alte Handtasche einfach als alte Handtasche anbieten. Du könntest ihr aber auch den Stempel “Vintage” verpassen. Oder betonen, dass sie unkaputtbar ist. Oder darauf hinweisen, dass sie unfassbar viel Stauraum bietet, auch fĂŒr Handy, MakeUp und große Portmonees. 

Das richtige Argument im richtigen Moment kann den Ausschlag geben! 

Dabei ist es wichtig, dass du genau hinschaust, wer vor dir steht: Der Mutter mir zwei Kleinkindern ist Vintage vielleicht weniger wichtig – aber der Stauraum interessiert sie, weil sie fĂŒr die Kinder immer 1000 Dinge mitschleppen muss. 

Übertragen auf die Online-Welt bedeutet das: 

Die richtigen Argumente zu kennen, ist mit das Wichtigste!

  • Worauf wird dein GegenĂŒber reagieren?
  • Welches Problem oder welchen Wunsch bringt er oder sie mit?
  • Was kannst du sagen, um klar zu machen: Das hier löst dein Problem? Das hier ist genau richtig fĂŒr deine WĂŒnsche?

đŸ‘‰đŸ» Deshalb brauchst du nicht nur einfach “eine Landingpage” – sondern eine klug aufgebaute Landingpage. Eine, auf der sich dein Besucher erkannt fĂŒhlt, auf der die potenzielle Kundin nickt und sagt: “Wie fĂŒr mich gemacht!”

5. Du brauchst einen passenden Preis

Stell dir vor, du bist ein Flohmarkt-VerkĂ€ufer: 

Auf dem Flohmarkt kannst du nicht 300 Euro fĂŒr eine Handtasche verlangen – logisch. Du brauchst einen Preis, der zu dieser Umgebung passt. Und selbst, wenn du hier 30 Euro verlangen willst, brauchst du noch richtig gute Argumente (siehe oben). 

Vermutlich helfen dir Fragen wie diese, den fĂŒr einen Flohmarkt richtigen Preis zu finden:

  • In welcher Preisklasse bewegen sich Ă€hnliche Produkte auf diesem Markt?
  • Gibt es dein Produkt noch 100 Mal auf diesem Markt oder nur sehr selten? (Je seltener, desto mehr kannst du verlangen)
  • Wie groß/dringend wird das Problem empfunden, das dein Produkt löst? (Eine Handtasche löst kein dringendes Problem – ein Zwillings-Kinderwagen schon eher)
  • Bringt es ein Alleinstellungsmerkmal mit? Ist es etwas besonderes? (Eine Chanel-Tasche kannst du auch gebraucht deutlich teurer anbieten als eine Tasche von H&M)

Letztlich musst du dich aber auch fragen: Was muss ich heute an Einnahmen generieren, damit sich der Tag gelohnt hat? Was ist ein Stundenlohn, der fĂŒr mich Sinn macht? 

Übertragen auf die Online-Welt bedeutet das: 

Dass du dir exakt die gleichen Fragen stellen solltest 😀

6. Du brauchst Dringlichkeit

Stell dir vor, du bist ein Flohmarkt-VerkĂ€ufer: 

Warum schlagen Menschen auf FlohmĂ€rkten zu? Weil ihnen etwas gefĂ€llt, der Preis fĂŒr sie passt – und weil diese hĂŒbsche, gebrauchte Handtasche gleich nicht mehr da sein könnte.

Es gibt sie nur ein Mal. 

Und morgen bist du leider nicht mehr da. 

Das nennt man “Dringlichkeit” oder auch “Verknappung”.

Übertragen auf die Online-Welt bedeutet das: 

Du brauchst einen Grund, warum jemand JETZT bei dir buchen oder kaufen sollte.

Hier ein paar Möglichkeiten, wie du die Dringlichkeit verstĂ€rken kannst: 

  • Du bietest einen zeitlich begrenzten Rabatt
  • Du bietest einen zeitlich begrenzten, sehr attraktiven Bonus
  • Du bietest dein Produkt generell nur zeitlich begrenzt an
  • Du bietest das Produkt in dieser Form nur zeitlich begrenzt an
  • Du kĂŒndigst eine Preis-Steigerung an
  • Du bietest dein Produkt in begrenzter Anzahl an

Und auch, wenn du jetzt die Nase rĂŒmpfst – genau solche Verknappungen bringen Menschen oft ĂŒberhaupt zum Zuschlagen!

Wenn du also derzeit noch auf deinem Angebot sitzen bleibst, solltest du dir eine Aktion ĂŒberlegen und mit mindestens einem der oben genannten Punkte arbeiten (sofern denn genug Publikum da ist, und der Preis stimmt, und die Argumente
 du weißt schon). 

7. Du brauchst Ausdauer

Stell dir vor, du bist ein Flohmarkt-VerkĂ€ufer: 

Nein, niemand wird dir die Bude einrennen, nur weil du einen Tisch auf einem Flohmarkt aufgestellt hast. Vermutlich wirst du den ganzen Tag da stehen mĂŒssen. Vielleicht auch noch morgen.

Du wirst mit dutzenden Leuten sprechen, von denen nur wenige kaufen. Einiges wird schnell weggehen, anderes ewig liegen bleiben. Lass dir gesagt sein: Das alles ist völlig normal! 

Nimm dir eine Thermoskanne Tee mit. Ein Sitzkissen. Bleib freundlich und optimistisch.

Vielleicht kannst du zwischendrin noch mal neu arrangieren.

Vielleicht merkst du irgendwann, dass man Handtaschen aufhĂ€ngen sollte, damit sie hĂŒbsch zur Geltung kommen. 

Oder dir fÀllt noch mal ein besonders kluges Kauf-Argument ein.

Abgesehen davon gilt: durchhalten!

Übertragen auf die Online-Welt bedeutet das: 

Erfolge ĂŒber Nacht sind selten. Und Ausdauer ist so wichtig beim Kunden-Finden!

Denn erst, wenn du alle Punkte erfĂŒllt hast (genug Publikum, das Produkt wird auch wirklich gewollt, ist ansprechend und mit ĂŒberzeugenden Argumenten prĂ€sentiert – und der Preis stimmt auch), wirst du die Erfolge haben, die du dir wĂŒnschst. 

Bis dahin gilt: aushalten. Ausprobieren. EnttĂ€uschungen wegstecken. Verbessern. 

Weitermachen.

Du wĂŒnschst dir mehr Publikum? Fragst dich, ob du wirklich das richtige Angebot hast? Und brauchst eine ĂŒberzeugende Salespage mit richtig guten Argumenten?

Dabei helfen wir dir gern – in unseren “Haken dran!”-Sprints. In drei Mal vier Wochen bekommst du richtig was weggeschafft!

3 Gedanken zu „Wie komme ich an mehr Kunden? Die 7 Basics, die jeder braucht“

  1. Super gehaltvoller Beitrag! Der Flohmarktvergleich ist sehr treffend und anschaulich. Punkt 1 empfinde ich als grĂ¶ĂŸte Herausforderung und habe noch nicht den richtigen Platz fĂŒr meinen „Marktstand“ gefunden, in meiner Seitenstraße treibt sich definitiv zu wenig Zielpublikum herum. 😉

  2. Hallo Marike,

    dein anschaulicher Vergleich hat das Lesen deines Beitrags noch anschaulicher und interessanter gestaltet! Es ist tatsÀchlich sehr wichtig Produkte oder Dienstleistungen anzubieten, die wirklich dringend benötigt oder gesucht werden. Sich selbst in die potenzielle Zielgruppe zu versetzen kann bei der Ideenfindung immens helfen.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Antonia

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Marike Frick

Marike Frick

Marike Frick ist ausgebildete Journalistin und zeigt Unternehmern und EinzelkÀmpfern, wie sie ihre Pressearbeit selber machen können. Ihre Texte sind u. a. in DIE ZEIT, Brigitte Woman, Financial Times Deutschland, Spiegel Online und Business Punk erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie derzeit in Genf, glaubt an die tÀgliche Ration Kaffee (Barista-Style) und liebt gut gemachte TV-Serien in Kombination mit dunkler Schokolade und Rotwein.