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Pressemitteilungen: Warum sie sinnlos sind #030

Eine Pressemitteilung an hunderte Empfänger zu versenden ist die wahrscheinlich schlechteste Methode, um in die Presse zu kommen. In 90% der Fälle wird sich kein einziger Journalist daraufhin bei dir melden.

Warum du mit einer Pressemitteilungen bei Journalisten auf taube Ohren st√∂√üt, verrate ich dir in dieser Folge ‚Äď und sage dir nat√ľrlich auch, wie du es besser machen kannst.

Was du in diesem Podcast lernen wirst:

  • Warum deine Pressemitteilung gar keine Chance hat ‚Äď selbst wenn sie gut geschrieben ist
  • Weshalb die Betreffzeile deiner E-Mail √ľber Erfolg und Misserfolg entscheidet
  • Welche Strategie viel effizienter ist als jede Pressemitteilung

Inhaltsverzeichnis der Episode:

  • 00:52 ‚Äď Jeder Unternehmer schreibt Pressemitteilungen (und das sind viele)
  • 01:37 ‚Äď Journalisten haben keine Zeit
  • 02:34 ‚Äď Die meisten Pressemitteilungen werden niemals ge√∂ffnet
  • 03:23 ‚Äď Welche Presse-Strategie mehr Erfolg verspricht

Transkript:

Hast du schon mal eine Pressemitteilung verschickt und leider ist √ľberhaupt nichts zur√ľck gekommen?

Da kann ich dich zuerst mal gleich beruhigen!

Das ist ganz normal und geht sehr sehr vielen so.

In diesem Video erkl√§re ich dir warum das so ist. Und ich sage dir nat√ľrlich auch, was du besser machen kannst.

Hinterher wirst du deine gesamte Strategie ändern Рdie Art und Weise wie du Pressearbeit machst!

Und jetzt kommen wir zu den 3 Gr√ľnden warum Pressemitteilungen nicht funktionieren – und einer Strategie, wie du es besser machen kannst!

Fakt #1: Alle schreiben Pressemitteilungen (und das sind viele)

Du bist wahrscheinlich ein kleines Licht da drau√üen und es gibt unheimlich viele gro√üe Firmen die auch Pressearbeit machen! Und die haben nat√ľrlich viel viel viel mehr Manpower und schicken Pressemitteilungen raus, mit denen du dich gar nicht messen kannst!

Also warum probierst du wirklich mit denen zu konkurrieren?! Es wird dir nicht gelingen hervorzustechen wenn da Pressemitteilungen von VW reinkommen, von IKEA, von SIEMENS.

Dann lesen die Journalisten diese Pressemitteilungen auch. Aber du bist leider nur, ja, sowas wie „ein kleiner Fisch“ und f√ľr Journalisten reichlich uninteressant. Deshalb hat deine Pressemitteilung nur wenig Chance, bei der gro√üen Konkurrenz wirklich hervorzustechen.

Fakt #2: Journalisten haben keine Zeit

In Redaktionen geht es ziemlich hektisch zu: Erstens mal werden st√§ndig Stellen gek√ľrzt! Also m√ľssen sich immer weniger Journalisten um immer mehr Themen k√ľmmern.

Und zweitens haben sich die Kommunikationskanäle in den letzten Jahren einfach vervielfacht! Journalisten bekommen ständig Nachrichten, auf allen möglichen Kanälen! Und ihr Posteingang ist voll!

Ich höre von vielen Journalisten die 100 bis 150 E-Mails pro Tag erhalten.

Und ich denke du kannst dir vorstellen, dass man die gar nicht alle öffnen kann!

Au√üerdem m√ľssten sie Texte schreiben, Menschen interviewen, Themen planen, auf Themenideen erstmal kommen, sie m√ľssen Texte von anderen korrigieren, sie m√ľssen Deadlines einhalten.

Journalisten sind in einer echten Zeitbredouille und da ist ziemlich klar, dass sie nicht jede Pressemitteilung öffnen und geduldig studieren können.

Fakt #3: Die meisten Pressemitteilungen werden gar nicht geöffnet

Aus dem Zeitmangel resultiert, dass die meisten E-Mails √ľberhaupt nicht ge√∂ffnet werden. Die Journalisten scannen wirklich nur die Betreffzeilen und gucken: „Was sieht hier potenziell interessant aus?“ Und nur diese E-Mails √∂ffnen sie √ľberhaupt!

Wenn du also Stunden damit zugebracht hast, einen tollen Text zu schreiben, die Pressemitteilung zu perfektionieren, dann war das vielleicht vergebene Liebesm√ľh‘.

Denn wenn deine Betreffzeile nicht super ist, dann wird noch nicht mal deine E-Mail ge√∂ffnet. Und nat√ľrlich auch nicht die Pressemitteilung gelesen! Deshalb ist eine gute Betreffzeile so wichtig!

Und wenn du mal in meinem youTube Kanal nachschaust, wirst du ein Video dazu finden, in dem ich dir erkläre was eine gute Betreffzeile ausmacht, die auch geöffnet wird.

Fazit: Verändere deine Strategie

Ich w√ľrde dir sehr ans Herz legen deine Strategie zu √§ndern! Also nicht weiter auf Pressemitteilungen zu setzen die gar nicht gelesen werden.

Was ich dir raten w√ľrde ist dem Journalisten ein Gespr√§chsangebot zu machen. Ihm zu sagen:

  • „Hey, ich hab was zu erz√§hlen! Ich wei√ü was! Ich kann Wissen weitergeben, andere k√∂nnen etwas von mir lernen!“
  • „Ich habe Dinge erlebt, die f√ľr deine Publikation vielleicht interessant sein k√∂nnten.
  • Ich bin ein interessanter Gespr√§chs- oder Interviewpartner.“

Du könntest dem Journalisten auch einen Gastbeitrag anbieten. Das machen vor allem Onlinemedien sehr gerne, dass sie Gastbeiträge annehmen.

Es gibt ganz ganz viele Möglichkeiten und die Pressemitteilung ist tatsächlich die schlechteste aller Möglichkeiten!

Du bist mehr der visuelle Typ?
Diese Episode gibts auch als Video:

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Marike Frick

Marike Frick ist ausgebildete Journalistin und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Pressearbeit selber machen können. Ihre Texte sind u. a. in DIE ZEIT, Brigitte Woman, Financial Times Deutschland, Spiegel Online und Business Punk erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie derzeit in Genf, glaubt an die tägliche Ration Kaffee (Barista-Style) und liebt gut gemachte TV-Serien in Kombination mit dunkler Schokolade und Rotwein.