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Mit diesen 3 Schritten bekommst du deine eigene Kolumne

  • 6 min read

In diesem Blogpost verrate ich dir, wie du deine eigene Kolumne in einer Zeitschrift oder Tageszeitung bekommst – und so deinen Expertenstatus ausbaust.

Fragst du dich gerade, was eine Kolumne überhaupt ist?

Zur Erklärung: Eine Kolumne ist eine wiederkehrende Rubrik in Magazinen und Tageszeitungen. In der Regel schreibt dort immer die gleiche Person zu einem bestimmten Oberthema – etwa eine Ärztin zu Gesundheitsproblemen oder ein Karriereberater zu beruflichen Fragen.

Derjenige Experte zu sein, der für so eine Kolumne schreibt, ist natürlich wie eine kleine Auszeichnung. «Ich habe eine Kolumne in Magazin XY» – hey, wer sagt das nicht gern?

Aber wie schafft man das eigentlich, überhaupt in Betracht gezogen zu werden?

Hier sind die drei wichtigsten Schritte:


Schritt 1: Bekomme einen Fuß in die Tür

Eine Sache solltest du vorab wissen: Dass eine Journalistin auf die E-Mail eines Wildfremden reagiert, der ihm eine Kolumne vorschlägt, das ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

Denn warum sollte er das Risiko eingehen?

Er weiß nicht, ob du gut schreiben kannst, ob du eine klare Meinung vertrittst oder ob du es schaffst, auf den Punkt zu kommen. Heißt: Er weiß nicht, ob er dir eine regelmäßige Kolumne zutrauen kann.

Im Grunde ist es wie im echten Leben: Ihr müsst euch erst einmal kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Genau deshalb solltest dein erster Schritt sein, einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Der beste Zeitpunkt, um erstmalig in einer Redaktion aufzuschlagen: wenn ein Jubiläum, ein größeres Ereignis oder ein Aktionstag ansteht. Auch ein neues Gesetz oder ein anderes aktuelles Thema, über das gerade alle Welt spricht, ist ein guter Anlass.

Denn dann ist der Journalist auf Themensuche.

Wenn du in diesem Moment mit einem Vorschlag auftauchst, der exakt zu besagtem Thema passt, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Journalist deine E-Mail auch wirklich liest. Womöglich einigt ihr euch dann darauf, dass du einen ersten Artikel schreibst oder er dich interviewt.

Damit hast du die erste Hürde geschafft: Ihr seid in Kontakt und du kannst beweisen, was du drauf hast..

Wenn der Journalist im Anschluss feststellt, dass du schreiben kannst und Experte oder Expertin für dein Thema bist, steigen deine Chancen auf eine weitere Zusammenarbeit.

Übrigens: Falls du Angst vor einer genervten Rückmeldung oder sogar einem “Nein” hast, kann ich dich beruhigen: Solche Gedanken finden nur in deinem Kopf statt. Diese vier Dinge kannst du dagegen tun.


Schritt 2: Sei möglichst unkompliziert

Klingt vielleicht erst mal banal, ist aber wichtig: Du steigerst deine Chancen, indem du maximal umgänglich bist. Denn wenn eine Redakteurin es mit jemandem zu tun hat, der

  • ausschweifend ist
  • zehn E-Mails schickt, um sich immer wieder rückzuversichern
  • Termine nicht einhält
  • sich nicht an Absprachen hält

dann sucht sie sich fürs nächste Mal lieber jemand anderen.

Das solltest du stattdessen tun:

  • pünktlich abgeben
  • kurze E-Mals schreiben
  • auch mal eine nette Rückmeldung geben
  • höflich rüberkommen
  • am Telefon klar kommunizieren
  • auf Fach-Chinesisch verzichten

Dann hinterlässt du einen positiven Eindruck – und wirst bestenfalls wieder beauftragt. Du kommst damit einer eigenen Kolumne immer näher.

Ach, und übrigens: Nicht nur unkompliziert rüberkommen funktioniert bei Journalisten – sondern auch authentisch sein.

Wie das geht, darum geht es in diesem Blogpost.


Schritt 3: Biete einen konkreten Vorschlag für eine Serie an

Jetzt, wo der Journalist dich besser kennt und vor allem gesehen hat, dass du Profi bist, ist es Zeit für Schritt 3: ein gut durchdachtes Konzept.

Denn es reicht nicht, den Journalisten oder die Redakteurin wissen zu lassen: “Bisher lief unsere Zusammenarbeit ja sehr gut. Ich würde daher gern eine Kolumne für Sie schreiben!”

Damit wirst du dein Ziel vermutlich eher nicht erreichen.

Was du brauchst, ist ein Konzept.

Darin schlägst du ein Oberthema, eine Klammer vor, um die sich jede deiner Kolumne drehen soll. Was ist die größere Idee dahinter?

Hier ein Beispiel für dich: Eine meiner Kundinnen hat einem Online-Magazin den Vorschlag gemacht, eine Mode-Kolumne zu schreiben. Sie hatte sogar gleich einen Namen dafür: “Stil-Helden des Alltags” sollte sie heißen.

In jeder Folge wollte sie sich ein Kleidungsstück vornehmen und darüber schreiben, wie man es am besten kombiniert und was man sonst noch damit anstellen kann. Weißes T-Shirt, Bluejeans, Sneaker: Jede Kolumne sollte sich als nur um ein einziges Teil drehen – und zwar eines, das jeder im Schrank hat.

Das ist ein Konzept – denn es steckt eine Idee dahinter, ein Thema in Variationen.

Idealerweise hast du aber nicht nur eine Idee, sondern auch gleich drei bis fünf fertig formulierte Überschriften in petto – pro Kolumnen-Folge eine. So sieht der Journalist, dass du dich intensiv vorbereitet und dir Gedanken gemacht hast.

Außerdem bekommt er durch die Überschriften eine bessere Vorstellung, in welche Richtung das Ganze gehen soll.

Für dich bedeutet das, dass du dir schon im Vorfeld ganz genau überlegen solltest, worüber du immer wieder schreiben könntest.

«Eine Kolumne über Umweltschutz» ist beispielsweise viel zu groß als Thema.

Aber der «monatliche 5-Minuten-Tipp für mehr Umweltschutz im Alltag»? Yeah baby, das will ich haben!

Deshalb: Steck ordentlich Gehirnschmalz in eine gute Idee – sie ist dein Verkaufs-Vehikel! Formuliere dann mehrere mögliche Überschriften vor, und mache es dem Journalisten somit einfach.

Ach, und falls du und das Formulieren euch noch etwas fremd gegenüber steht: Lies einfach in diesem Blogpost 7 einfache Schreib-Tricks nach.

Noch ein paar Ideen für mögliche Kolumnen gefällig? Biddesehr:

  • In einer Frauenzeitschrift könnte ein Mann zu Wort kommen, der zu bestimmten Themen seine Sicht der Dinge schildert. Unter dem Titel “Jetzt mal unter uns” schreibt er, was er als Mann zu [füge jeweils ein aktuell diskutiertes Thema ein] denkt.
  • In einem Hundemagazin ist eine Kolumne mit der Klammer “So schaffen Sie es” gut aufgehoben. Einzelne Themen könnten sein “So schaffen Sie es, dass ihr Hund nicht mehr an der Leine zieht” oder “So schaffen Sie es, dass Ihr Hund nicht mehr jeden anbellt.”
  • Eine Parfüm-Kolumne mit dem Titel «Kennen Sie den schon?» könnte in jeder Folge einen neuen Duft vorstellen und beschreiben, für wen er das Richtige ist.

Und noch ein ultimativer Tipp zum Schluss:

Vorbereitung ist die halbe Miete: Beschäftige dich unbedingt ausführlich mit der Publikation, für die du schreiben möchtest!

Schau dir etwa an, ob es dort schon externe Experten zu bestimmten Themen gibt, die nicht zur festen Redaktion gehören. Welche Formate finden sich dort? Nutzwertige, kurze Tipps, unterhaltsame, längere Kolumnen?

Gestalte deinen Vorschlag so, dass er auch tatsächlich zu diesem Medium passt.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Du hast zwar eine Idee für eine Kolumne, hättest aber gern Begleitung dabei, die Presse anzusprechen?

Dann sind wir als professionelle Journalistinnen für dich da!

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