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Blog Artikel schreiben: Die zehn coolsten Hacks

  • 11 min read

Content is king. Aber wie bereitest du deine Inhalte so auf, dass deine Kunden sie auch lesen wollen? Hier zeige ich dir, wie du fĂŒr deinen Blog Artikel schreiben kannst, die geklickt werden und funktionieren

Schreiben war noch nie dein Ding? Du bekommst SchweißausbrĂŒche, wenn du nur ĂŒbers Bloggen nachdenkst? 

Oder findest du das Verfassen von Texten eigentlich ganz sexy, willst es aber besser machen? Weil du besser gesehen, schneller gefunden und hÀufiger geklickt werden willst als deine Konkurrenz?

Dann ist dieser Artikel genau das richtige fĂŒr dich. Ich verrate dir zehn Hacks, mit denen du fĂŒr deinen Blog Artikel schreiben kannst, die funktionieren. Und zwar so:

1. Finde ein gutes Thema fĂŒr deinen Blog-Artikel

Ein Blog ist kein Tagebuch – du brauchst dafĂŒr Knaller-Ideen, die deine Zielgruppe interessieren. Das richtige Thema ist das A und O!

Hier die wichtigsten Faktoren, die aus einem “Geht so”-Thema ein “Au ja!”-Thema fĂŒr deinen Blog machen: 

  • DAS THEMA IST RELEVANT FÜR DIE ZIELGRUPPE – etwa, weil du dich mit Fragen beschĂ€ftigst, die sich diese Menschen dauernd (oder gerade jetzt) stellen
  • DAS THEMA IST AKTUELL – etwa, wenn es um etwas geht, das zur Jahreszeit oder zu einer aktuellen Entwicklung passt (Dauerhitze, das neue Heilmittelwerbegesetz, Weihnachten
)
  • DAS THEMA IST NÜTZLICH – etwa, weil du konkrete, leicht umsetzbare Tipps gibst oder eine Lösung/AbkĂŒrzung fĂŒr ein akutes Problem bietest
  • DAS THEMA IST „GEGEN DEN TREND“ – etwa, weil du mit einem Mythos aufrĂ€umst oder eine andere Haltung hast, als andere

Idealerweise  sollte schon in der Überschrift anklingen, dass dieses Thema relevant /nĂŒtzlich/aktuell/gegen den Trend ist.

Ach und ĂŒbrigens: Falls du noch nach aktuellen AufhĂ€ngern fĂŒr Themen suchst – ich hab da diesen sehr coolen Content- und PR-Kalender mit vielen Gedenktagen und JubilĂ€en (eignen sich ebenfalls als AnlĂ€sse fĂŒr Blogposts).

 

2. Bevor du einen Blog-Artikel schreibst: Such das perfekte Keyword

Damit dein Blog von Google berĂŒcksichtigt werden kannst, solltest du einzelne Blogposts auf Keywords ausrichten – auf Begriffe oder Wort-Kombinationen, nach denen Menschen in Google suchen. 

Hier findest du heraus, ob du ĂŒberhaupt schon zu Keywords gefunden wirst.

Wichtig: Du brauchst sehr konkrete Keywords. Große Begriffe wie “Finanzdienstleistungen” oder “Coaching” fĂŒhren deine potenziellen Kunden nicht zu dir. Schon deshalb nicht, weil die Konkurrenz so groß ist.

Deshalb solltest du dir ĂŒberlegen: Zu welchen kleineren, konkreten Themen kenne ich mich gut aus? Bei welchen Fragen oder Problemen kann ich meinen Kunden gut helfen?

Ein Beispiel: Du bist Coach fĂŒr TrauerbewĂ€ltigung, deine Kundinnen sind meist ĂŒber 50.

Schritt 1: Nutze die ganz normale Google-Suchmaske

  • Probiere aus, was Google dir als Autocomplete anbietet (das ist die automatische VervollstĂ€ndigung in der Suchmaske – Google schlĂ€gt dir dort Wort-Kombinationen vor, die besonders hĂ€ufig gegoogelt werden). Gibst du “Resilienz” ein, so erscheint dort möglicherweise: “Resilienz nach Todesfall” 
  • Jetzt kannst du das noch weiter einengen – zum Beispiel auf “Resilienz nach Todesfall 50+”. 

Schritt 2: Nutze Keyword-Tools wie z.B. Ubersuggest. 

  • Ubersuggest gibt dir noch genauere Antworten auf die Frage: Was suchen Menschen im Netz wirklich? Also: Wie viele Suchanfragen pro Monat werden zu bestimmten Begriffen abgesetzt? 
  • Außerdem verrĂ€t dir Ubersuggest: Wie hoch ist deine Konkurrenz, wenn du einen Blog Artikel zu diesem Keyword schreibst? Wie schwierig ist es also, bei Google zu einem Keyword?
  • Drei Anfragen pro Tag sind kostenlos. Wenn du das Tool hĂ€ufiger nutzt, gibt es auch eine Bezahlversion mit gestaffelten Preisen.

Wenn du dein perfektes Keyword gefunden hast, beachte beim Schreiben, dass es mehrmals in deinem Blog-Artikel auftauchen sollte: Im Vorspann, in einigen ZwischenĂŒberschriften und an drei, vier Textstellen, die sich anbieten.

3. Schau, was die Konkurrenz in ihren Blog-Artikeln macht

Nehmen wir an, du bist Fotografin und gibst Online-Kurse zum Thema “Das perfekte Bild fĂŒr Social Media.”

Da ist viel Musik drin, um fĂŒr deinen Blog Artikel zu schreiben.

Das findet deine Konkurrenz allerdings auch.

Ich habe den Satz spaßeshalber mal gegoogelt und, Überraschung, jede Menge EintrĂ€ge dazu gefunden. 

Doch die Konkurrenz-Analyse ist kein Grund, dich entmutigen zu lassen. Schau dir lieber an, was die Mitbewerber so treiben. Und ĂŒberleg dir dann, was du besser machen kannst. Zum Beispiel:

  • WELCHE INHALTLICHEN PUNKTE HABEN SIE ÜBERSEHEN? Zum Beispiel: NatĂŒrliches Tageslicht versus Filter? Das richtige Zubehör? NatĂŒrliches Makeup fĂŒr Selfies?
  • WIE KÖNNTEST DU DEINEN ARTIKEL ÜBERSICHTLICHER GESTALTEN und besser gliedern als andere? Dazu findest du mehr bei Hack 4 (Stichwort “Struktur”)
  • WELCHE FEATURES KANNST DU ANBIETEN, DIE SONST KEINER HAT? Zum Beispiel ein Schritt-fĂŒr-Schritt-ErklĂ€rvideo, Checklisten, Infografiken?

Denn wer in Google ganz weit oben ranken möchte zu einem Keyword, fĂŒr den gilt: Sei besser als die derzeitige Nummer 1!

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DIE SCHLIMMSTEN WÖRTER AUF EINER LISTE

Warum du niemandem deine „Erfolgsgeschichte“ erzĂ€hlen solltest.
199 Wörter, ohne die du bessere Texte schreibst:

    Unsere E-Mails erreichen dich ĂŒber den Anbieter Convertkit. In unserer DatenschutzerklĂ€rung erfĂ€hrst du mehr. Du erhĂ€ltst nach der Anmeldung zum E-Mail-Kurs jeden Mittwoch Tipps fĂŒr mehr Bekanntheit in deinen Posteingang – Abmeldung jederzeit durch einen Klick möglich!

    4. Gib deinem Blog Artikel vor dem Schreiben eine Struktur

    Es gibt Texte, die sind wie StĂ€dte in den USA mit ihren geometrisch angelegten StraßenplĂ€nen: Man findet sich sofort zurecht, auch ohne Ortungs-App.

    Und es gibt Texte, die sind wie mittelalterliche KleinstĂ€dte: Man hat ĂŒberhaupt keinen Plan und verirrt sich stĂ€ndig.

    Was auf Reisen vielleicht ganz charmant ist, solltest du beim Texten unbedingt vermeiden. 

    Erstens, weil deine Leser dir lieber folgen, wenn du sie an die Hand nimmst (sonst steigen sie einfach aus).

    Zweitens, weil es dir das Schreiben erleichtert, wenn du eine logische Gliederung hast. 

    Und das geht so: 

    • DENK IN ZWISCHENÜBERSCHRIFTEN, IN KAPITELN. FĂŒnf bis acht Punkte, die sich thematisch klar unterscheiden, sind ideal beim Blog-Artikel schreiben. 
    • KEIN GELABER VORWEG! Komm in der Einleitung schnell auf den Punkt und leg dann los.
    • ERKLÄRE KOMPLIZIERTE THEMEN KURZ & KNAPP, VORAB: Facettengelenksarthrose, Blutzuckerspitzen, neurodiverse Kinder: Dein Thema ist kompliziert? Dann erklĂ€re es vorab, so kurz wie möglich, so genau wie nötig.
    • FORMATIERE DIE INHALTE: Wenn du mehrere Beispiele gibst oder sonst eine AufzĂ€hlung mit mehr als zwei Punkten hast: Bullet Points erhöhen die Lesbarkeit enorm (deshalb mache ich das hier auch).

    Übrigens: Das Prinzip Übersichtlichkeit gilt nicht nur fĂŒr den Text, sondern genauso fĂŒr die Optik. Das richtige Design sorgt fĂŒr Klarheit, das falsche wirft deine Leser sofort raus.

    5. Schreib deinen Blog-Artikel stilvoll

      Nein, du musst mit deinen Blogposts keinen Literaturpreis gewinnen. 

      Aber: sympathisch rĂŒberkommen, kompetent, zupackend. Wie ein guter Freund oder eine gute Freundin, die vermittelt: Ich weiß, was dein Problem ist, gemeinsam lösen wir es.

      Deshalb gilt diese simple Regel: Schreib, wie du sprichst. 

      Nutze kurze, inhaltsvolle Wörter (die echte Menschen auch tatsĂ€chlich benutzen) und sei sparsam mit Adjektiven. “Streit” ist zum Beispiel viel alltĂ€glicher als “kontroverse Auseinandersetzung”. 

      Mach kurze SĂ€tze.

      ErklĂ€r an Beispielen, was du meinst, gerne auch mit Screenshots. Beim Fotokurs fĂŒr Social Media etwa das Selfie mit geeignetem Make-Up versus Selfie ohne.

      Du möchtest noch mehr Schreibtipps vom Profi? Hier findest du 13 Schreibtipps von einer Journalistin.

      6. Schreib deine Blog-Artikel lĂ€nger – aber nicht zu lang

      HĂ€ufig werde ich in meinen Kursen gefragt: Marike, wie lang ist denn nun der optimale Blogpost?

      Die Antwort darauf ist schon ein bisschen vage: So lang wie nötig, so kurz wie möglich. 

      Heißt: 2000 Wörter heiße Luft will niemand lesen. 2000 Wörter nĂŒtzliches Wissen voller Tipps und Tricks dagegen schon. (Hinweis: Google merkt es, wenn Leser enttĂ€uscht wieder abspringen und straft das ab!)

      WĂŒrde ich dir jetzt also sagen: “Schreib Blogposts mit 2000 Wörtern”, dann wĂ€re das eine denkbar schlechte Ansage. Stattdessen gilt:

      Hör auf zu schreiben, wenn du alles wichtige gesagt hast.

      Hier aber zur Orientierung noch ein paar Zahlen: Laut einer aktuellen Studie von Orbit Media hat sich die DurchschnittslÀnge eines Blogposts in den letzten zehn Jahren deutlich erhöht. 

      Diese Texte haben im Mittel 1427 Wörter, das ist ein Anstieg um 77 Prozent.

      Und nur drei Prozent der Blogs veröffentlichen regelmĂ€ĂŸig Artikel mit mehr als 2000 Wörtern.

      Der Trend geht aber in Richtung “Je lĂ€nger, je lieber”: Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen dem Umfang eines Artikels und dem Erfolg eines Blogs!

      Und noch etwas: Die passende LĂ€nge ist wichtig, aber auch der richtige Veröffentlichungs-Rhythmus. Die Studie sagt nĂ€mlich auch: Etwa die HĂ€lfte aller Blogger veröffentlicht wöchentlich oder mehrmals im Monat – und nur zehn Prozent haben gar keinen Rhythmus.

      7. Schreib deine Blog-Artikel nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Anschauen

      91 Prozent aller Userinnen und User bevorzugen Content, bei dem es nicht nur etwas zu lesen gibt, sondern auch etwas zu sehen. 

      Das schreibt das Wirtschaftsmagazin Forbes – und das kann ich dir aus eigener Erfahrung als Business-Bloggerin bestĂ€tigen. Deshalb: Zeig’s deinen Lesern!

      Du brauchst also starke Bilder. Aber welche? 

      Wenn du im B2B-Bereich unterwegs bist, könntest du mit anschaulichen Grafiken arbeiten.

      Eine aktuelle Auswertung des Grafik-Marketingportals Venngage ergab: Grafiken haben eine 30 Mal (!) höhere Klickwahrscheinlichkeit als ein geschriebener Artikel. 

      Auch herausgehobene Zitate oder Screenshots von Vorher/ Nachher-Ergebnissen lockern BlogbeitrĂ€ge auf und erhöhen die Verweildauer. 

      Dagegen sind Stockfotos – also Fotos, die du ĂŒber Agenturen kaufen oder im Netz teils gratis downloaden kannst – mit Vorsicht zu genießen.

      Nicht nur wegen der rechtlichen Grauzone bei Gratisbildern. 40 Prozent aller Marketingfachleute sagen auch: Stockbilder funktionieren nicht, um Seiten attraktiv zu machen.

      Tool-Empfehlungen:

      • Wenn du eigene Info-Grafiken herstellen willst, kannst du z.B. mit Canva arbeiten.
      • FĂŒr Screenshots von kompletten Webseiten (damit arbeiten wir manchmal in Blogposts) nutzen wir im Team GoFullPage als Erweiterung des Browsers Chrome.

      8. Dein Blog-Artikel ist fertig? Dann finde eine knackige Überschrift

      Die Überschrift ist so etwas wie das Schaufenster deines Textes: Ist sie nicht einladend, geht dein Zielkunde einfach an dem Artikel vorbei.

      Aber was bedeutet “einladend”?

      • KOMM AUF DEN PUNKT (z.B. “Blog-Artikel schreiben: Die 10 coolsten Hacks” statt “Blog-Artikel, die deine Leser schĂ€tzen und die dich in Google nach vorne bringen: Welche Do’s und Dont’s solltest du dabei beachten?”)
      • SEI MÖGLICHST KLAR UND KONKRET (z.B. “Drei Top-Tipps gegen Nackenschmerzen” statt “Was du gegen Verspannungen tun kannst”)
      • VERSPRICH EINEN NUTZEN (z.B. “Schlechte Schulnoten? So besprechen Sie das mit Ihrem Kind” statt “Hilfe, eine FĂŒnf!”)

      9. Nach dem Schreiben: Korrigiere dich selbst

      Klar, beim Bloggen kommt es oft auf Tempo an und nicht auf den perfekten Satz. 

      Aber ich habe noch zwei Tipps fĂŒr dich, wie du Texte gut ĂŒberarbeiten kannst und das Beste aus ihnen herausholst – auch wenn du kein Schreibprofi bist.

      Erstens: FĂŒr die Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung  helfen dir nicht nur eingebaute Korrekturprogramme, sondern auch der Duden Mentor (gibt’s auch als Add-In fĂŒr Word). Die Basis-Version ist gratis.

      Zweitens: Mit dem Fleschindex, benannt nach seinem Erfinder Rudolf Flesch, kannst du einen Text auf seine leichte Lesbarkeit ĂŒberprĂŒfen. 

      Je weniger verschachtelt die SĂ€tze, je kĂŒrzer die Wörter, je weniger Silben pro Wort, desto besser. 
      Was natĂŒrlich nicht heißt, dass du nur noch Drei-Wort-SĂ€tze und Zwei-Silben-Wörter benutzen sollst – aber er ist ein guter Anhaltspunkt, ob man dir folgen kann.

      Und noch ein Tipp: Schau dir deine alten, bereits veröffentlichen Blog-Artikel regelmĂ€ĂŸig an und prĂŒfe, ob sie noch aktuell sind. Falls nicht: FĂŒge neue Erkenntnisse oder neue Studien ein. Deine Leser und Google werden das honorieren.

      10. Lass alle wissen, wenn du Artikel fĂŒr deinen Blog schreibst

      Der schönste Blogtext nutzt dir nichts, wenn ihn keiner findet. 

      Das richtige Keyword fĂŒr die Auffindbarkeit in Google ist schon mal eine super Voraussetzung. Aber du kannst noch mehr tun: 

      • Schick deinen Artikel per Mail an wichtige Kunden
      • Verlinke den Blogartikel in deinem Newsletter
      • Bewirb dein Thema auf Social Media
      • Sprich in (d)einem Podcast ĂŒber deinen Artikel

      Je mehr Verbreitungswege, desto besser!

      Du willst wissen, mit welchem Content du deinen Blog zum Fliegen bringst?

      Wir finden mit dir die besten Themen!

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      Marike Frick

      Marike Frick

      Marike Frick ist ausgebildete Journalistin und zeigt Unternehmern und EinzelkÀmpfern, wie sie ihre Pressearbeit selber machen können. Ihre Texte sind u. a. in DIE ZEIT, Brigitte Woman, Financial Times Deutschland, Spiegel Online und Business Punk erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie derzeit in Genf, glaubt an die tÀgliche Ration Kaffee (Barista-Style) und liebt gut gemachte TV-Serien in Kombination mit dunkler Schokolade und Rotwein.