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Das sind die allerersten Schritte, wenn du in die Presse willst – #005

  • 5 min read

Die einen trauen sich nicht, mit Pressearbeit anzufangen, die anderen preschen einfach los. Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist. 🫣

Doch eines weiß ich ganz genau: Ohne die richtige Vorbereitung ist Pressearbeit zum Scheitern verurteilt. Verschwendete Lebenszeit, sozusagen!

In der heutigen Folge wird es deshalb um die ersten vier Schritte gehen, die du tun solltest, bevor du auch nur eine E-Mail an einen Journalisten verschickst.

Dieser Fahrplan hat schon hunderte andere Kursteilnehmer in Zeitungen, Magazine und sogar ins TV gebracht.

Bereit?

Was du in diesem Podcast lernen wirst:

  • Warum es fatal ist, wenn du die ersten Schritte in Sachen Pressearbeit überspringst
  • Die vier wichtigsten To Do’s zu Beginn
  • An welche E-Mail-Adresse du deine Presse-Infos wirklich NIEMALS schicken solltest

Inhaltsverzeichnis der Episode:

  • 01:08 – Schritt 1: Was kann ich erzählen?
  • 01:39 – Schritt 2: Wen könnte das interessieren?
  • 02:15 – Schritt 3: Wie kann ich das maßschneidern?
  • 02:57 – Schritt 4: Finde die Journalisten, die tatsächlich zuständig sind

Transkript:

Ganz viele Leute sagen mir: Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll mit der Pressearbeit!

Ja und das ist auch eine echt gute Frage weil wenn du hier Fehler machst, bei den ersten Schritten, dann wirst du es später sehr bereuen.

Hier bekommst du die ersten Schritte des Fahrplans, dem meine Kunden folgen und der sie in Zeitungen, Zeitschriften und online Magazine und sogar ins Fernsehen gebracht hat!

Das Problem ist du kannst nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen, beziehungsweise wenn du es tust wirst du es später bereuen.

Warum ist es so fatal wenn du die ersten Schritte über springst?

Erstens wirst du die falschen Journalisten kontaktieren, zweitens wirst du das falsche sagen und drittens wirst du daraus resultierend keine Rückmeldung erhalten.

Hier kommen die Schritte, die wir auf gar keinen Fall auslassen solltest:

Schritt 1: Frag dich: Was kann ich erzählen?

Du bist sicher Experte auf irgendwann Gebiet. Du hast eine Dienstleistung, du hast ein Business, du hast ein Produkt. Du kennst dich mit etwas wahrscheinlich sehr sehr gut aus! Dieses Wissen kannst du weitergeben!

Und du solltest dich also zuerst ein bisschen selbst hinterfragen: Was ist denn eigentlich das Wissen, dass ich in mir trage, das Journalisten interessieren könnte?

Also statt über dein Produkt zu sprechen, gibst du dein Wissen weiter, so dass andere von dir lernen können! Dann wollen Journalisten auch gerne mit dir sprechen!

Schritt 2: Frage dich: Wen könnte das interessieren?

Um herauszufinden wen dein Wissen interessieren könnte, musst du dir natürlich die Publikation mal anschauen.

Du solltest dir also die Zeitung kaufen, du solltest dir das Magazin kaufen in das du unbedingt rein möchtest, du solltest dir das online-Magazin ganz genau anschauen, das dich interessiert.

Schau nach Rubriken, nach Themenseiten, wo könnte meinen Wissen reinpassen? Das ist ein großer, großer Unterschied!

Denn wenn du das nicht tust, dann schreibst du einfach irgendwen in der Redaktion an und macht ihm irgendwie unspezifisch ein Angebot und das wird nicht funktionieren!

Schritt 3: Frag dich: Wie kann ich das maßschneidern?

Eine wichtige Übung die ich mit meinen Kunden mache ist, dass sie maßschneidern lernen müssen!

Das heißt sie müssen sich fragen: Ich habe jetzt ein Thema, ich weiß worüber ich reden möchte. Ich möchte zum Beispiel meine Meinung zu einem Thema sagen, mit dem ich mich richtig gut auskennen. Wie kann ich dieses Thema jetzt auf die Publikation die ich mir ausgesucht habe maßschneidern?

Das heißt natürlich auch, dass du nicht 100 Redaktion kontaktieren solltest – gar nicht kannst! Sondern lieber nur fünf, maximal zehn.

Dafür machst du den einen Themenvorschlag der genau zu ihrer Publikation passt.

Dieser Schritt ist ganz, ganz wichtig und wenn du den auslässt, dann machst du es wie 95% der Menschen da draußen. Die machen es nämlich falsch!

Schritt 4: Finde die Journalisten die tatsächlich zuständig sind!

Wenn du die ersten drei Schritte korrekt gegangen bist, dann hast du jetzt ein Thema, du hast eine Publikation herausgesucht und du weißt wo in dieser Publikation du ungefähr reinpassen könntest.

Welches Ressort, welche Themenseite.

Und nun musst du herausfinden welcher Journalist denn diese Themenseite, dieses Ressort betreut. Das ist eine ganz ganz wichtige Aufgabe!

Ansonsten machst du wieder einen Fehler, den 95 % aller Menschen da draußen machen. Du schreibst an redaktion@ sueddeutsche.de – redaktion@spiegelonline.de

Das ist ein fataler Fehler!

Denn es ein Briefkasten wo auch Leserbriefe landen. Wo irgendwelche Anfragen landen. Da wirst du nicht auffallen!

Du musst einen Menschen anschreiben, einen echten Menschen. Und das sollte natürlich der Mensch sein, der sich mit dem Thema beschäftigt, dass du anbietest.

Das ist so eine Art Matching. Musst du dir wie beim daten vorstellen. Du willst ja nicht irgendeinen da draußen daten, du willst jemanden daten, der zu dir passt!

Wenn du diese vier Schritte gehst, dann kannst du jetzt anfangen dich an eine E-Mail zu setzen, die du dem Journalisten schickst. Vorher bitte nicht!

Denn das ist der Fehler den viele machen: Die schreiben erst eine Pressemitteilung und machen sich dann Gedanken. Du wirst das in Zukunft nicht mehr tun!

Du bist mehr der visuelle Typ?
Diese Episode gibts auch als Video:

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Marike Frick

Marike Frick ist ausgebildete Journalistin und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Pressearbeit selber machen können. Ihre Texte sind u. a. in DIE ZEIT, Brigitte Woman, Financial Times Deutschland, Spiegel Online und Business Punk erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie derzeit in Genf, glaubt an die tägliche Ration Kaffee (Barista-Style) und liebt gut gemachte TV-Serien in Kombination mit dunkler Schokolade und Rotwein.