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Deine Branche ist übersättigt? So findest du trotzdem Kunden

  • 7 min read

Wer viel Konkurrenz hat, kann entweder mit Kampfpreisen rausgehen (der Billigste gewinnt!) – oder alles ganz anders machen. Hier sind meine besten Ideen, wie du auffällst, ohne dich zu verramschen. 

1. Such dir eine besondere Nische

Wenn du viel Konkurrenz hast, gilt es, herauszufinden:

  • Was bieten andere denn NICHT an?
  • Welche Lücke könntest du schließen?
  • Welchen Fokus finden? 

Nehmen wir mal als Beispiel meine ehemalige Kundin Martina: Sie ist Innenarchitektin und bietet Einrichtungsberatung an.

Nun gibt es mittlerweile viele andere, die das Gleiche tun. Martina würde es wahnsinnig schwer haben, in Google zu Suchbegriffen wie “Einrichtungsberatung” oder “Wohnzimmer einrichten” gefunden zu werden. 

Deshalb hat Martina sich vor einiger Zeit für eine Nische entschieden. Sie fokussiert sich auf eine sehr besondere Zielgruppe: auf hochsensible Menschen.

Nein, das bedeutet nicht, dass jetzt die Worte “Einrichtungsberatung für Hochsensible” auf ihrer Webseite stehen. Aber ihre Entscheidung für eine klare, begrenzte Zielgruppe hatte trotzdem Folgen: 

  • Auf ihrer Startseite hat Martina die Formulierungen an die Bedürfnisse von Hochsensiblen angepasst. Dort steht jetzt: “In einer hektischen Welt brauchst du einen Ort, der dir Energie zurückgibt”. 
  • Ihren Content richtet sie ebenfalls auf Introvertierte aus – etwa Blogposts wie “Slow Living – die Kunst, zu Hause leichter Stress abzubauen”.
  • In Google wird sie zum Keyword “hochsensibel wohnen” gefunden. 

Martina spricht jetzt nicht mehr alle an, sondern nur noch eine bestimmte (gar nicht so kleine) Gruppe.

Sie hat also den Schritt gemacht von “Ich bin nur eine von vielen” hin zu “Ich bin die einzige Wahl für wenige”. 

Einige weitere Beispiele unserer Kunden, die sich für eine echte Nische entschieden haben – und so hervorstechen:

  • Die Fotografin Lene hat sich dafür entschiedene, intime Foto-Shootings anzubieten
  • Ute ist Texterin – und fokussiert sich seit ein paar Jahren auf Apotheken-Webseiten
  • Maria ist Kunsttherapeutin – und richtet sich an Angehörige von psychisch Kranken
  • Simone ist Stilberaterin – und wendet sich an Frauen über 50

Dir fällt der Gedanke schwer, dich auf eine Nische zu konzentrieren – oder du hast noch gar keine Idee, was das bei dir sein könnte?

Dann wird dir dieses Video helfen:

2. Zeig auf deiner Webseite, was dich besonders macht 

Nimm dir doch mal ein paar Webseiten deiner Konkurrenz vor – und schau dir an, was so auf deren Startseiten steht.

Wenn du Karrierecoach bist, triffst du bestimmt auf Formulierungen wie “Potenzial entfalten”. Wenn du Hochzeitsfotografin bist, vermutlich auf “traumhaft schöne Bilder”. 13 weitere No-Go-Sätze gibt es in meiner Sammlung: Grausige Floskeln, die nicht auf deiner Webseite erscheinen sollten. Am besten checkst du jetzt gleich, dass du sie nicht verwendest.

Das sind Plattitüden, die bei niemandem hängen bleiben: oft gehört, schnell vergessen. Und du wirst mit der Formulierung “traumhaft schöne Bilder” niemanden mehr beeindrucken – schließlich behaupten alle Fotografen von sich, dass sie das liefern können! 

Deshalb solltest du dich fragen: 

  • Wie kannst du sofort zeigen, dass du besonders bist? 
  • Mit welchen Formulierungen einen Unterschied machen? 
  • Wie rüberbringen, dass man hier etwas bekommt, das es anderswo eben NICHT gibt?

Denn so kannst du positiv hervorstechen und in Erinnerung bleiben.

Als Hochzeitsfotografin könntest du zum Beispiel formulieren:

“Hey, ich bin Melanie – und mich werdet ihr bei eurer Hochzeit gar nicht bemerken. Ich bin nämlich super darin, im Hintergrund zu verschwinden! Gleichzeitig habe ich ein Auge für Details: das freche Grinsen des Blumenmädchens, die Anspannung im Gesicht des Bräutigams, die Träne im Auge der Brautmutter.

So erlebt ihr beim Anschauen der Bilder eure Hochzeit noch einmal – und bekommt auch ganz besondere Szenen mit, die in all der Aufregung vielleicht an euch vorbei gegangen sind.”

Solche Formulierungen machen einen großen Unterschied!

Denn ein Brautpaar, das bereits auf zwanzig anderen Webseiten war (auf denen mehr oder weniger überall das Gleiche stand), wird hier plötzlich wach: “Oh, die klingt aber schon besonders! Und was sie da beschreibt, ist genau das, was ich mir für meine Hochzeit wünsche!” 

Du siehst: Du solltest durch besondere Ideen und Formulierungen hervor stechen, wenn du dich von der Konkurrenz abheben möchtest. Und das ist gar nicht so schwer!

Halte dich einfach an diese Schritte 

  • Mach dir zuerst Notizen: Was hebt dich von deiner Konkurrenz wirklich ab? Wo liegt dein besonderes Talent? Was bietest du an, das andere nicht anbieten? 
  • Formuliere dann deine Besonderheit genauso, wie du auch mündlich darüber erzählen würdest
  • Wenn dir das schwer fällt: Mach zuerst eine Sprachaufnahme und beantworte darin die Frage: “Was macht mich eigentlich besonders?”. Verwende dann die Wörter, die du beim Sprechen benutzt hast.

Weitere Tipps für eine professionelle, besondere Startseite gefällig? Bitteschön. Und hol dir auch gleich noch unsere 3 Vorlagen für richtig schicke Startseiten, die sich abheben!

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3. Überleg dir ein sehr besonderes Freebie

Viele Dienstleister da draußen arbeiten mit Freebies – weil sie sich dadurch eine Newsletter-Liste aufbauen können. Deshalb gibt es mittlerweile kostenlose Downloads an jeder Ecke.

Aber nur weil’s schon viele davon gibt, solltest du nicht auf ein Freebie verzichten!

Du kannst nämlich auch damit sofort beweisen, dass DU besser bist als deine Konkurrenz. 

Dafür sollte dein Freebie 

  • besonders nützlich sein
  • oder besonders einfallsreich
  • oder besonders unterhaltsam
  • oder eine besondere Abkürzung bieten

Idealerweise läuft es dann nämlich so: 

4. Mach besondere Angebote

Klar kannst du 6 Coaching-Sessions im Paket anbieten. 

Oder für andere Menschen eine tolle Webseite nach ihren Wünschen bauen. 

Oder einen Onlinekurs mit Yoga-Übungen verkaufen. 

Das Problem daran ist: Du wirst verglichen mit all den anderen, die das Gleiche anbieten – und dann entscheiden Kunden viel zu oft nach dem Preis. Wo’s am günstigsten ist, schlagen sie zu!

Heißt: Entweder du machst es besonders billig – oder du machst da nicht mit und bietest was anderes an.

Diese Fragen können dir helfen, auf Ideen für besondere Angebote oder Dienstleistungen zu kommen, die andere nicht im Portfolio haben:

  • Gibt es ein besonderes, spezifisches Problem, das du in kurzer Zeit beheben könntest?
  • Plagen sich manche deiner potenziellen Kunden mit einem Nischen-Problem, das viele andere Anbieter übersehen?
  • Kannst du dein Angebot auf eine besondere, kleinere Zielgruppe zuschneiden? 

Hier ein paar Ideen, was aus dem eher lahmen Angebot «Ich baue deine Webseite» werden könnte: 

  • Ich baue deine Webseite in einem 7-Tage-Sprint (Problem in kurzer Zeit beheben)
  • Ich optimiere die Geschwindigkeit deiner Webseite (Nischen-Problem beheben)
  • Ich baue Webseiten für Musiker (kleinere Zielgruppe ansprechen)
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Weil „schön“ alleine nicht mehr reicht!

5. Sorg für Reichweite

Klar kann es sein, dass es viele “von deiner Sorte” gibt – aber stehen die schon in der Zeitung? Tauchen sie im Fernsehen auf? Halten sie Vorträge? 

Im Zweifel gewinnt auch derjenige, der besonders umtriebig ist. Deshalb solltest du selbst dafür sorgen, dass du “überall” bist.

Denn klar könnte eine Journalistin auch deinen Konkurrenten interviewen. Aber wenn du nun schon mal dank Eigeninitiative in ihrem Posteingang gelandet bist und dank Punkt 2 mit deiner Webseite einen richtig guten Eindruck machst – warum sollte sie dann noch weiter suchen? 

Das Gleiche gilt für Konferenzen, Podcasts, Netzwerke, große Blogs: Bietest du dich aktiv als Vortragsredner oder Interviewpartner an, so bist du deiner Konkurrenz vermutlich einen großen Schritt voraus. 

Du sorgst selbst für Reichweite, Bekanntheit – und stichst hervor. 

Wie du dich selbst in die Presse bringst, lernst du zum Beispiel in diesen Artikeln: 

Außerdem kannst du in einem kostenlosen 10-Tages-Training meine 20 besten Tipps abgreifen, damit Journalisten auf dich aufmerksam werden. 

Und wenn du dich dafür interessierst, große Blogs und Podcasts zu kontaktieren, dann hol dir meine Liste mit 138 Blog und Podcasts, die Gäste interviewen oder Gastbeiträge annehmen.

Und hier noch mal die gesamte Strategie auf einen Blick. Was tun, wenn deine Branche übervoll ist?



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Marike Frick

Marike Frick

Marike Frick ist ausgebildete Journalistin und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Pressearbeit selber machen können. Ihre Texte sind u. a. in DIE ZEIT, Brigitte Woman, Financial Times Deutschland, Spiegel Online und Business Punk erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie derzeit in Genf, glaubt an die tägliche Ration Kaffee (Barista-Style) und liebt gut gemachte TV-Serien in Kombination mit dunkler Schokolade und Rotwein.